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Bücher, die man gelesen haben muss – ‚November‘

Bücher die man gelesen haben mussMein vorletztes Buch war ‚Per Anhalter durch die Galaxis‘ von Douglas Adams. Netterweise geliehen von der Fickfreundin eines guten Freunds in einer komplett zerlesenen und deshalb schönen Ausgabe der Geschichte und ihrer Folgebände. Da ich es von vielen Menschen im Vornherein empfohlen bekommen habe, hatte ich hohe Erwartungen an den Roman, die leider nicht ganz erfüllt wurden, was ihn aber beileibe nicht zu einer schlechten Story macht – lesenswert, aber nicht gerade eine Offenbarung.
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Verfasst von - 3. Januar 2014 in Freunde, Lesen

 

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Bücher, die man gelesen haben muss – Februar

Noch immer bin ich gut in der Zeit! Diesen Monat habe ich mir – schon vor einer Weile – innerhalb von zwei Tagen ‚Der große Gatsby‘ von F. Scott Fitzgerald vorgeknöpft, und bereits die Kürze dieser Lesezeit verrät das rasche, lockere Durchkommen.

Der Ich-Erzähler ist zwar Teil der Handlung, nimmt darin aber eine relativ periphere Position ein. Er ist ein 29jähriger Aktienmakler namens Nick, aus höherem Hause, der nach Long Island zieht – direkt neben die herrschaftliche Villa eines gewissen Gatsby, der dort regelmäßig rauschende Partys veranstaltet: Wir befinden uns mitten in den Roaring Twenties. Die Müßiggänger flattern affektiert wie Schmetterlinge von einer Feier zur nächsten, plänkeln über Klatsch und Tratsch, Mode, Sport und hanebüchene Gerüchte – ob in jenen über den wenig von sich erzählenden Gastgeber Gatsby überhaupt ein Funken Wahrheit steckt? Nick lernt ihn allmählich besser kennen und kommt letztendlich auch hinter das Geheimnis seiner Einsamkeit, welches unerwartet eskaliert…

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Verfasst von - 25. Februar 2013 in Blog, Kultur, Lesen, Printmedien

 

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5 spezielle Bücher für die einsame Insel

Ich ziehe mal mit meinen beiden Bloggerkolleginnen mit, die sich vor kurzem öffentlich zu einsame-Insel-Büchern mit folgenden Kriterien bekannten:

  1. Ein Buch, das du schon gelesen hast und noch einmal lesen möchtest
  2. Ein Buch, das du noch nicht gelesen hast, aber immer schon mal lesen wolltest
  3. Dein Lieblingsbuch aus deiner Kindheit
  4. Eine Buchreihe
  5. Joker

An sich kann ich mich bei solchen Fragestellungen ziemlich schlecht entscheiden, aber dieser Herausforderung wollte ich mich dann doch mal stellen, als mir zumindest zwei Antworten mit der Zeit einfielen. (: Und zum Ausgleich stehen überall noch ein paar Alternativen dabei. XD

 

1. Ein Buch, das du schon gelesen hast und noch einmal lesen möchtest: Anna Gavalda – Zusammen ist man weniger allein

Ein nicht allzu anspruchsvolles Buch mit (Charakter-)Tiefe, Freundschaft, Liebe und in Frankreich spielend, das muss wohl mit. Es ist so toll! <3 Beim Lesen habe ich zwar bereits gemerkt, dass sich vieles für ‚deutsche Augen‘ merkwürdig liest, im Französischen aber absolut normal (wenn auch teils umgangssprachlich) wäre. Deswegen würde ich ein bisschen tricksen und das Buch auf Französisch mitnehmen, immerhin habe ich’s ja schon auf Deutsch gelesen. Sonst so in der engeren Auswahl: Walter Moers – Die Stadt der träumenden Bücher, Nick Hornby – Juliet, naked und Chris D’Lacey/ Linda Newbery – Von mir @n dich.

 

 

2. Ein Buch, das du noch nicht gelesen hast, aber immer schon mal lesen wolltest: Franz Kafka – Sämtliche Erzählungen

Die Idee mit der Bibel fand ich nicht schlecht, wäre aber trotz des umfangreichen Lesestoffs nicht meine erste Wahl. Die fiel mir allerdings sehr schwer. Nun ist es Kafka geworden, den ich aufgrund seines einzigartigen Stils verehre und von dem ich bisher nur einzelne Erzählungen las, aber längst nicht ’sämtliche‘ (oder viele), obwohl ich sogar eine neue und eine alte, auf dem Flohmarkt ergatterte Sammlung besitze. Es gibt aber sooo viele, die ich immer schon mal lesen wollte – Victor Hugos „Misérables“, etwas von Jules Verne, oder, seit es herauskam und ich es mir krallte, auch Rüdiger Safranskis „Romantik – eine deutsche Affäre“ (Literaturgeschichte)…

 

3. Dein Lieblingsbuch aus deiner Kindheit: Lucy Maud Montgomery – Anne auf Green Gables

Ich hab als Kind diverse schöne Sachen gelesen, nicht gerade deutsche Kinderbuchklassiker wie Pippi Langstrumpf (obwohl ich zu der ’ne Videokassette hab), Hanni und Nanni (obwohl ich da mal reinlas) oder Momo (obwohl ich das, wenn ich mich recht entsinne, später nachholte), aber was mir zufällig über den Weg lief. Keine Ahnung, wie ich überhaupt zu diesem Buch kam, vielleicht habe ich’s geschenkt bekommen – jedenfalls mochte ich’s gern und war noch nicht im Gymnasium, als ich’s las, also kann es getrost als Kinderbuch gewertet werden. (: Wer den Roman nicht kennt: Er wurde schon 1908 veröffentlicht und spielt in der ostkanadischen Provinz Prince Edward Island, einer beschaulichen, ländlichen Gegend mit Gehöften. Das verträumt-quirlige Waisenkind Anne kommt auf eines davon, zum älteren Geschwisterpaar Cuthbert, die eigentlich jedoch einen Jungen wollten, damit der ihnen bei der Arbeit unter die Arme greifen kann… In meiner Ausgabe befinden sich die Romane ‚Anne auf Green Gables‘ und ‚Anne in Avonlea‘, die später folgenden müsste ich auch mal lesen. :]

 

4. Eine Buchreihe: Joanne K. Rowling – Harry Potter

…what else? :3 Schon allein, weil’s einen bemerkenswerten Einfluss auf mein Leben genommen und mir unter anderem deshalb ans Herz gewachsen ist. Ich könnt’s immer wieder lesen, und wie Carry auch gern in einer Fremdsprache. Auf Englisch und Französisch besitze ich schon einige Bände. Aber es ist nicht so, dass es nicht noch viele andere schöne Reihen gäbe, ich hätte auch gern die Tintenherz-Trilogie dabei oder etwa alle Pratchetts. XD

 

5. Joker: Mark Z. Danielewski – Das Haus – House of Leaves

Meine erste spontane Idee war – nicht sonderlich weit hergeholt – Markus Zusaks „Der Joker“. (x Sooo dringend war mir das aber doch nicht, obwohl ich es definitiv gern lesen würde nach der „Bücherdiebin“. Mir kam auch Dante Alighieris „Göttliche Komödie“ in den Sinn, da ich das weder ’schon gelesen und dies nochmal tun‘, noch ‚immer schon mal lesen‘ wollte. Seit ein paar Jahren stecke ich irgendwo in der Mitte fest. Und es wäre nett, das mal durchzubekommen, ganz einfach zu lesen ist es ja nicht. Ich hab’s mir dennoch vorgenommen, wegen der beunruhigenden Menge an Dantes in meiner Umgebung. *glucks* Gut wäre auch der schöne Philosoph Richard David Precht mit „Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?“ oder einem anderen Werk. Stattdessen aber, um mal zum Punkt und damit zum Abschluss zu kommen, ein mir von Bäggi empfohlenes, mysteriöses, dichtes Werk, das ich nun auch demnächst endlich mal anfangen werde. Neben den anderen 10+ angefangenen.

 

 

 

 

 

 

 

edit: Außerdem: Wie wäre es mit ähnlichen Fragen zu Filmen? Die sind zwar schneller gesehen, aber wieso soll man sich da auch nicht mal auf ein paar für die einsame Insel beschränken? (x

edit 2: Juhu, Bilder!

 
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Verfasst von - 17. September 2012 in Andere Blogs, Lesen, Printmedien, Teilzeitkreativ

 

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Fanfiction-Fieber

Damit ich nicht den ganzen Abend lang sinnlose Musikvideos von The Midnight Beast, die ich gruseligerweise cool finde, obwohl sie nur in einem Video harrypotterbezogen sind und seltsame Musik machen, höre, werde ich nun ein bisschen die Werbetrommel rühren. Für einen guten Freund und mich.

Ersterer schreibt schon seit Jahren an seiner ersten und vielleicht auch einzigen Fanfiction – also einer Geschichte, die sich auf das Werk einer anderen Person, in diesem Fall auf die Harry-Potter-Reihe von Joanne K. Rowling, bezieht. In seinem Fall geht es allerdings großteils um Originalcharaktere aus seiner eigenen Feder, er schreibt also nicht aus der Standardsicht des Harry-Hermine-Ron-Trios. Die Handlung – abgesehen vom Prolog – beginnt kurz vor Harrys viertem Hogwartsjahr, das Trimagische Turnier steht also bevor; Drake, der Hauptcharakter, besucht mit seinen drei Slytherinfreunden das siebte Schuljahr und wird bald schon Mitglied des Ordens des Phönix sein.

Eine kleine Inhaltsangabe zu The Trial (Teil 1: Awakening) vom Autor selbst: Eigentlich verspricht das Abschlussjahr des introvertierten Drake Valentine auf Hogwarts ein ganz gewöhnliches zu werden – abgesehen von zwei Dingen: Erstens scheint er auf dem besten Weg, sich zu verlieben, was ihm überhaupt nicht Recht ist und einigen Unmut auslöst, zum anderen geschehen im Hintergrund Dinge, die die Fassade der ereignislosen letzten Jahre endgültig brüchig werden lassen. Die unscheinbaren, kleinen Vorzeichen schüren – von den wenigsten wirklich wahrgenommen – eine leise, aber immer größer werdende, bedrohliche Ahnung, die die kaum gehaltvollen Gerüchte der vergangengen Zeit plötzlich wieder präsent werden lässt.
Ein Szenario scheint immer wahrscheinlicher, und Drake versucht krampfhaft, die Augen davor zu verschließen – bleibt die Frage, wie lange ihm das noch gelingt …

Als Betaleserin bin ich inhaltlich schon ein bisschen weiter als bei den ersten beiden veröffentlichten Kapiteln, und ich kann sagen, dass mich sowohl Stil als auch Inhalt bereits gefangen genommen haben. Dušan bzw. Dante hat eine sehr schöne Art, Szenerien zu beschreiben, seine Worte sind überlegt gewählt und die Konstruktionen längst nicht auf dem simplen Niveau, das man bei vielen anderen Fanfictions findet. Desweiteren bin ich schon ein Fan der Hauptcharaktere, die zwar ganz anders als die meisten aus den Büchern sind, aber vielleicht auch gerade dadurch bestechen. Sie haben alle ihre Stärken und Schwächen, und wenn man hinter die Fassade blickt (was auf den ersten paar Seiten vielleicht noch nicht so einfach ist, aber das Werk ist ja auch keine Eintagsfliege), lernt man junge Erwachsene kennen, mit denen man vielleicht auch ganz gern seine Freizeit auf Hogwarts verbringen würde. *hüstelgrins*

Mädchen kommen übrigens auch vor:

Wer jetzt schon auf den Geschmack gekommen ist, der findet unter diesem Link noch mehr Informationen zur Story sowie den Prolog (The Provision) und das erste Kapitel (Prelude to Tragedy). So, wie es jetzt aussieht, soll es alle zwei Wochen ein neues Kapitel geben, das auch Ende dieser Woche anstünde. (:

Und auch ich selbst habe vor einer Weile eine erste Fanfiction begonnen und fertiggestellt. :] Sie spielt allerdings ein paar Jahrzehnte früher, als Sirius Black und die Rumtreiber noch zur Schule gehen. Mein Hauptcharakter mit Namen Maya hegt eine besondere Vorliebe für diesen Gryffindor, die besonders ihrem besten Freund Quentin ein wenig auf die Nerven geht. Deshalb teilt sie mit ihm auch nicht das merkwürdige Ereignis, bei dem sie das erste Mal ein paar Worte mit ihrem Schwarm wechselt… Doch wird sich dadurch etwas für die quidditchspielende Ravenclaw ändern? Und was hat Sirius‘ Bruder Regulus mit der Sache zu tun? Wer diese Fragen zu rhetorischen machen will, wird sich an meine als einzeln für sich stehende Geschichte (zehn Seiten in Word) wagen müssen. (; Coming soon: ab meinem Geburtstag ist der erste Teil auf diesem Blog online. Der Rest folgt in zweitägigem Abstand und versüßt euch vielleicht die Zeit bis Ostern, falls ihr das feiert oder Ferien habt.

 
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Verfasst von - 27. März 2012 in Blog, Kreatives, Lesen, Musik

 

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Eine kurze Notiz zu Autoren und zum Schreiben

Ich will hier ja eigentlich gerade nichts machen, weil ich zu lernen habe. Aber wie soll ich (zu meinen Eltern) nach Hause kommen, wo lauter neue Bücher herumliegen, und sie nicht etwas genauer betrachten? Ehrlich gesagt, ist mir das unmöglich, wenn sie auch nur ein wenig interessant aussehen. Und das tun sie meist, wenn meine Mutter sie mitgenommen hat.

Nun, ich habe in zwei, drei Bücher reingeschaut. Die von Sibylle Berg (gibt es noch mehr Menschen, die grundsätzlich Sybille statt Sibylle schreiben?), die eigentlich ansprechend klangen (‚Ende gut‘, ‚Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot‘), waren es für mich nach kurzem Reinlesen dann doch nicht, weil mir der Stil nicht zusagt. Und ähnliches glaubte ich auch von ‚Der Jesus vom Sexshop – Stories von unterwegs‘ von Helge Timmerberg, einem Kind der Siebziger (?) und Weltenbummler. Ich las ein Kapitel, das in Paris spielte, in dem es um Kampfkünstler und Hollywoodstar Steven Seagal (von dem ich bisher aber noch nichts hörte, auf dem Gebiet jedoch nicht verwunderlich) ging, und eines aus Wien, in dem von Drogenkonsum die Rede war, von Tischtennis und, wenn ich das richtig verstanden habe (bei gewissen Stilen fühle ich mich häufig hilf- und ahnungslos, was auch mit meinem im Vergleich mit den Schreibern geringen Alter und der geringen Lebenserfahrung zu tun haben mag), von einer einem anderen Pingpongspieler ausgespannte Freundin.

Das Ganze war immerhin halbwegs interessant, denn ich verstand einigermaßen, was abging, auch wenn ich mich nicht so recht damit identifizieren konnte. Und beim nächsten Kapitel kam etwas mehr Identifikation dazu, denn es ging um Fernbeziehung und Freiraum. Ich denke, diese Identifikationssache (und dafür lohnt es sich auch, das Wort ein drittes Mal zu erwähnen) ist höchst relevant, was die Beziehung zwischen Leser und Schreiber (oder zumindest dem lyrischen Ich) angeht; auf einmal war ich um Einiges angetaner. Wenn ich die Konklusion zitieren darf:

Mit dem Alleinsein und Zusammensein ist es wie mit dem Atmen: einatmen – ausatmen – einatmen – ausatmen. Wer nur das eine will, platzt irgendwann.

Noch beeindruckender war dann das letzte Kapitel, über die ‚Freiheit von der Freiheit‘ (gewiss philosophisch), aber das werde ich nun nicht im Ganzen abtippen, schon allein aus rechtlichen Gründen. Wenn ihr aber in der nächsten Buchhandlung über den ‚Jesus vom Sexshop‘ stolpert, lest zumindest dieses letzte Kapitel, es ist auch nicht sonderlich lang. Es hat mich in einen kurzzeitigen WasfüreintollerTyp,fastschonVorbild,obichihnirgendwannmaltreffenkann?-Rausch versetzt. Ich hab es nicht mal geschafft, meinen gerade wieder heimkommenden Bruder zu begrüßen, weil ich gefesselt war (und er hat mich in der Sofaecke vermutlich nicht gesehen, dachte sicher auch, ich schlafe noch).

Also werde ich das Buch möglicherweise doch ausborgen und die vorangehenden Kapitel lesen…

Jedenfalls – es war nicht das erste Mal, dass mich ein Stil, eine Erzählart gefangen genommen hat, weil sie auf mich so intensiv inspirierend wirkte. Hatte was von Judith Hermann. Allerdings kann ich dem, obwohl es mich spontan so zum Schreiben von irgendetwas anregt, praktisch nicht so viel abgewinnen, weil ich in der Imitation dessen mies bin. Nicht, dass ich ihren Stil kopieren wollte – es geht mir nur um den Einfluss, dass der meinige bereichert wird, indem ich mich teils von der Art her an anderen orientiere. Es ergibt plötzlich alles kaum mehr Sinn. Vielleicht wieder so eine Lebenserfahrungssache, ich kann so einfach nicht schreiben (auch nichts Ausgedachtes), weil mir da irgendwie die Erfahrungen und Situationen dazu fehlen. Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll. Möglicherweise sollte ich mich ein paar Wochen lesend und meditierend mit ein paar grundlegenden Fragen des Lebens auseinandersetzen. Möglicherweise bringt das mit 20 aber auch nicht viel.

Das Lesen solcher Texte hinterlässt etwas wie sehnsüchtige, inspirierende Erkenntnis und gleichzeitige Verwirrung.

Vielleicht verändert sich dieses Gefühl irgendwann einmal dahingehend, dass mir die Dinge klarer werden und ich selbst danach besser Eigenes umsetzen kann.

Und nun regnet es plötzlich prasselnd. Uuuh, ein Zeichen!

 
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Verfasst von - 29. Juni 2011 in Alltag, Kaufen, Kreatives, Kultur, Lesen, Printmedien

 

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Anfangszauber

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. (Hermann Hesse – Stufen)

Ich habe endlich mit meiner Style-Fotoserie begonnen. (: Die sieben bis acht Fotos, die ich einplane, sind nach den Wochentagen benannt, der Montag findet sich schon auf meinem Flickr-Account.

Das Schießen hat Spaß gemacht. Okay, ich musste erst mal das Bett zur Seite schieben, um eine freie Wand (in der richtigen Farbe) zu haben, Staubsaugen, Stativ und Kamera aufstellen sowie den Versuch starten, etwas mehr Licht von der anderen Seite zu bekommen (mit Regenschirm und Stehlampe)… aber danach war’s lustig, weil ich versuchte, irgendetwas Sportliches zu machen und wir uns dafür Requisiten wie ’nen weiteren Regenschirm (für Einlagen aus dem Fechten) oder einen Vorschlaghammer besorgten. Und zum Schluss gab’s noch ’nen Kopfstand. Angesichts dieses Aufwandes ist das ausgewählte Bild schon ziemlich schlicht. *s*

 
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Verfasst von - 24. Mai 2011 in Blog, Foto, Kreatives

 

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Italienische Wochen

Ich muss zugeben, ich hab was gegen Italien. So schön irrational-intuitiv. Nicht erst seit dem Fußball-WM-Finale, in dem sie den Franzosen den Titel wegkickten. Es gibt wohl nicht nur in diesem Aspekt einen natürlichen Widerspruch zwischen Italien und Frankreich, und wer mich etwas kennt, weiß eh schon, auf wessen Seite ich mich da schlage. In mein Herz wurde die französische Lilie geritzt.

Zugegebenermaßen fand ich den Beitrag Italiens zum diesjährigen Grand Prix d’Eurovision de la Chanson (ja, ich mag Französisch auch lieber als Englisch) auch gut. Und wenn wir schon mal dabei sind, wollte ich erwähnen, dass ich einen anderen Musiker (und Anwalt!), Paolo Conte, für einen der besten Vorzüge Italiens halte. Neben Nudeln, versteht sich. Wer reinhören mag:

Nun habe ich außerdem vor wenigen Tagen ein Buch gelesen, in dem es auch um Italiener und Nudeln geht. Kurz zur Geschichte, wie ich an dieses Buch kam: Ich blätterte einige Wochen vor einem meiner Geburtstage (oder war’s Weihnachten?) in einem Bücherprospekt, während ich Carola an der Strippe hängen hatte. Dann von mir ein: „Haha, hier steht ein Buch namens ‚Nicht schon wieder al dente‚, und ich hab grad ‚al dante‘ gelesen.“ (Rollenspiel-Insider, oder etwas in der Art.) Zum bald darauf folgenden Anlass erhielt ich von ihr den genannten Roman. Etwas irritierend, zumal ich nicht grad auf typische Frauenliteratur stehe, aber hin und wieder muss es natürlich auch etwas Triviales sein. Nun also von Gaby Hauptmann (die man möglicherweise von ‚Suche impotenten Mann fürs Leben‘ kennt).

Wer in Erwägung zieht, dieses Werk irgendwann einmal zu lesen, sollte nun diesen Beitrag verlassen, ich wünsche noch einen schönen Tag/ Abend! Ich wage aber, es nicht weiterzuempfehlen.

In ‚Nicht schon wieder al dente‘ geht es um die zwanzigjährige Niki, die während ihres postabiturialen Sprachaufenthalts in Kanada den lässigen Südländer Marco kennen lernt. Mit ihm ist alles superduperflockigleicht – aber wie soll ihre Beziehung weitergehen, wenn sie wieder in Deutschland ist, wo sie sich zielstrebig in ein Wirtschaftsstudium stürzen will, und er in Italien? Zurück im trüben Heimatland bei ihrer alleinerziehenden Mutter und Restaurantinhaberin Julia kann Niki nicht aufhören, an die schöne Zeit mit ihrem Lover zurückzudenken, was sonst gar nicht ihre Art ist. Sie lässt es drauf ankommen und fliegt für ein paar Tage zu Marco. Der, wie sich herausstellt, in einer riesigen Villa bei seinen Eltern wohnt, die sich beruflich um ihr Fertignudelimperium kümmern. Statt sich wie in einem Märchentraum zu fühlen und den Sex im weitläufigen Bad mit Sauna vorbehaltlos zu genießen, zetert Niki irritierenderweise herum, dass sie die Tage lieber mit ihm in einer schäbigen Ein-Zimmer-Studentenbude verbringen würde, aber daraus wird nun nichts. Zu allem Elend kann Marcos Mutter sie auch nicht ausstehen, immerhin soll er eine reiche italienische Gräfin heiraten.

Und so kommt es zu einer Reihe unangenehmer Zwischenfälle, die ein von der italienischen Mama vertauschtes Weihnachtsgeschenk beinhalten. Statt Ohrringe erreicht Niki nämlich eine Kundenzustellung des Nudelherstellers – zig Kilogramm Fertignudeln! (Naja, ich hatte schon schlechtere Geschenke. XD Aber romantisch ist das tatsächlich nicht.) Um ihre Beziehung klarzustellen und zu verhindern, dass sich Marco bei einem High-Society-Event zu Silvester, das für seine Familie natürlich Pflicht ist, an die junge Gräfin ranschmeißt, fliegt Niki mal wieder überstürzt nach Italien, während Marco sich als Überraschungsbesuch auf den Weg nach Deutschland macht. Quel malheur! Als die Zwanzigjährige zurückkehrt, amüsiert sich ihr Freund prächtig mit ihrer Mutter. Sie steigt heulend ins Auto und fährt eine alte Dame um, die sie zufälligerweise in Kanada kennen gelernt und ihr dolmetschend geholfen hat.

Im Folgenden versöhnt sich Niki wieder mit Marco, da ja offenbar doch nichts Schreckliches passiert ist. Doch auf einer Tour durch die umliegende Weingegend begegnen sie einer Freundin von Marcos Mutter – Freifrau von Finkenstein, oder so – sowie seinem Onkel, der vorgibt, daheim in Italien zu sein – und es beginnt ein hanebüchenes, unrealistisches Detektivspiel ohnegleichen. Die Details aufzudröseln wäre zu verwirrend, aber ich hoffe, die Zusammenfassung genügt, um das Absurde daran zumindest anzudeuten. Das Liebespärchen schleicht sich durch die alten Dienstpersonalgänge des Schlösschens der Freifrau und belauscht diese mit dem Onkel im Gespräch, doch als sie im Parallelgang entdeckt werden, bedroht die gute Frau sie auch noch mit einer geladenen Waffe. Und dann ist da noch die Tochter der Freifrau von Finkenstein, die angeblich schon seit einer ganzen Weile tot ist (erschossen von einem Einbrecher in Marcos trautem Heim), dann aber lebendig vor Niki steht. Sie wurde aufgrund eines taktischen Spielzugs versteckt gehalten.

Ihr wird aufgedröselt, dass die ganze Familie Marcos, ja, ganz Italien Wetten abgeschlossen hat, wen der Millionenerbe heiratet. Marco und sein Onkel wetten auf Niki, seine Mutter sowie die von Finkenstein auf die italienische Gräfin. Um das Ergebnis zu beeinflussen, spielten sie sich natürlich gegeneinander aus, und so waren beispielsweise die fehlgeleiteten Geschenke oder das eiskalte Verhalten der Mutter Niki gegenüber reine Taktik. Das offenbaren sogar Wettbüros im Internet. Entrüstet darüber, dass sie den Spielball der italienischen Oberklasse gibt, distanziert sich Niki von ihrem Freund, heckt hinterrücks aber selbst einen gerissenen Plan aus – da bisher kaum einer auf das Pärchen Niki + Marco gewettet hat und die Auszahlung gigantisch wäre, kratzen sie, ihre Mutter, deren Weinhändlerbekannter sowie die angefahrene alte Frau alles Geld zusammen, das sie auf die Schnelle mobilisieren können, um mit dem Wettgewinn der bankrotten Freifrau das Schlösschen abzukaufen und darin einen Restaurant-Weinhandel mit kleinem Hotel zu eröffnen.

Ihrem Freund erzählt Niki nichts davon, ergibt sich aber seinen Beteuerungen, dass er sie wolle und keine andere, und nimmt angeblich gönnerisch in seinen Heiratsantrag an. Rasch sind sie in Rom, wo sie nach einer kurzen Touristenrunde auf einen weiteren Onkel Marcos treffen, der, oh Wunder, Priester ist. Zwar ist eine nur kirchlich geschlossene Ehe nicht rechtskräftig, aber auf die Schnelle lässt sich kein Standesbeamter auftreiben, und die Italiener sind eh so gottesfürchtig, dass sie das vorerst durchgehen lassen. Dank der gewonnenen Wette schwimmt nun auch Nikis Mutter in Geld und kann sich ihr neues Vorhaben leisten, und Niki kann ja notfalls auch in Italien Wirtschaft studieren… Sogar Marcos Mutter freut sich nun über die würdige Gegenspielerin, die letztendlich alle so gewitzt ausgetrickst hat. Alles paletti, jieha!

Abgesehen von diesem inhaltlichen Obskurium, welches mich sehr an meine in der Grundschulzeit erfundenen Geschichten erinnerte, ist auch der Stil irgendwo in der zehnten Klasse hängen geblieben. Abgesehen von der Weinkenntnis. Die Charaktere verhalten sich meiner Meinung nach oft sehr unpassend, was nicht immer als persönliche Eigenschaft abgestempelt werden kann. Zudem sind dem Lektor ein paar grässliche Schnitzer passiert: Zwei- oder dreimal werden die Vornamen von Niki und ihrer Mutter Julia vertauscht, sodass sich der Leser kurz verwirrt fragt, was das nun soll, bis er darauf kommt, dass es sich einfach nur um einen Fehler handeln kann. Höchst peinlich, wie auch der Storyverlauf, aber in all seiner Seltsamheit auch manchmal witzig.

 
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Verfasst von - 18. Mai 2011 in Alltag, Hogwartsplay, Kreatives, Lesen, Musik, Printmedien

 

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