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Schlagwort-Archive: Erzählen

Von übergeordneten Buchempfehlungen

Derzeit bin ich an einer ‚Challenge‘ dran, die es mir zur Aufgabe macht, jeden Monat ein Buch von der BBC-Liste der beliebtesten Bücher der Briten zu lesen. 2013 davon gelesen habe ich Die Nachtwache/ Night Watch (Terry Pratchett), Der Große Gatsby (Scott Fitzgerald), Gevatter Tod (Terry Pratchett), Rebecca (Daphne du Maurier) und Anne auf Green Gables (Lucy Montgomery).

Allerdings sind die Briten nicht die Einzigen mit einer solchen Idee gewesen. Die französische Zeitung Le Monde hat eine Liste mit den 100 Büchern des Jahrhunderts per „Welches Buch ist Ihnen im Gedächtnis geblieben?“ erfragt – nach einer Vorauswahl von Journalisten und Buchhändlern. Und die deutsche ZEIT hat gleich mit einer eigenen Jury hundert bedeutende Werke der erzählenden Literatur zusammengestellt (mit diversen Vorgaben – nur ein Werk pro Autor, keine Dramen/Gedichte/Sachbücher, dafür weder nationale noch zeitliche Schranken).

Ein interkultureller Vergleich?

Ein interkultureller Vergleich?

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6 Kommentare

Verfasst von - 8. Mai 2013 in Andere Blogs, Kultur, Lesen, Printmedien

 

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Eine kurze Notiz zu Autoren und zum Schreiben

Ich will hier ja eigentlich gerade nichts machen, weil ich zu lernen habe. Aber wie soll ich (zu meinen Eltern) nach Hause kommen, wo lauter neue Bücher herumliegen, und sie nicht etwas genauer betrachten? Ehrlich gesagt, ist mir das unmöglich, wenn sie auch nur ein wenig interessant aussehen. Und das tun sie meist, wenn meine Mutter sie mitgenommen hat.

Nun, ich habe in zwei, drei Bücher reingeschaut. Die von Sibylle Berg (gibt es noch mehr Menschen, die grundsätzlich Sybille statt Sibylle schreiben?), die eigentlich ansprechend klangen (‚Ende gut‘, ‚Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot‘), waren es für mich nach kurzem Reinlesen dann doch nicht, weil mir der Stil nicht zusagt. Und ähnliches glaubte ich auch von ‚Der Jesus vom Sexshop – Stories von unterwegs‘ von Helge Timmerberg, einem Kind der Siebziger (?) und Weltenbummler. Ich las ein Kapitel, das in Paris spielte, in dem es um Kampfkünstler und Hollywoodstar Steven Seagal (von dem ich bisher aber noch nichts hörte, auf dem Gebiet jedoch nicht verwunderlich) ging, und eines aus Wien, in dem von Drogenkonsum die Rede war, von Tischtennis und, wenn ich das richtig verstanden habe (bei gewissen Stilen fühle ich mich häufig hilf- und ahnungslos, was auch mit meinem im Vergleich mit den Schreibern geringen Alter und der geringen Lebenserfahrung zu tun haben mag), von einer einem anderen Pingpongspieler ausgespannte Freundin.

Das Ganze war immerhin halbwegs interessant, denn ich verstand einigermaßen, was abging, auch wenn ich mich nicht so recht damit identifizieren konnte. Und beim nächsten Kapitel kam etwas mehr Identifikation dazu, denn es ging um Fernbeziehung und Freiraum. Ich denke, diese Identifikationssache (und dafür lohnt es sich auch, das Wort ein drittes Mal zu erwähnen) ist höchst relevant, was die Beziehung zwischen Leser und Schreiber (oder zumindest dem lyrischen Ich) angeht; auf einmal war ich um Einiges angetaner. Wenn ich die Konklusion zitieren darf:

Mit dem Alleinsein und Zusammensein ist es wie mit dem Atmen: einatmen – ausatmen – einatmen – ausatmen. Wer nur das eine will, platzt irgendwann.

Noch beeindruckender war dann das letzte Kapitel, über die ‚Freiheit von der Freiheit‘ (gewiss philosophisch), aber das werde ich nun nicht im Ganzen abtippen, schon allein aus rechtlichen Gründen. Wenn ihr aber in der nächsten Buchhandlung über den ‚Jesus vom Sexshop‘ stolpert, lest zumindest dieses letzte Kapitel, es ist auch nicht sonderlich lang. Es hat mich in einen kurzzeitigen WasfüreintollerTyp,fastschonVorbild,obichihnirgendwannmaltreffenkann?-Rausch versetzt. Ich hab es nicht mal geschafft, meinen gerade wieder heimkommenden Bruder zu begrüßen, weil ich gefesselt war (und er hat mich in der Sofaecke vermutlich nicht gesehen, dachte sicher auch, ich schlafe noch).

Also werde ich das Buch möglicherweise doch ausborgen und die vorangehenden Kapitel lesen…

Jedenfalls – es war nicht das erste Mal, dass mich ein Stil, eine Erzählart gefangen genommen hat, weil sie auf mich so intensiv inspirierend wirkte. Hatte was von Judith Hermann. Allerdings kann ich dem, obwohl es mich spontan so zum Schreiben von irgendetwas anregt, praktisch nicht so viel abgewinnen, weil ich in der Imitation dessen mies bin. Nicht, dass ich ihren Stil kopieren wollte – es geht mir nur um den Einfluss, dass der meinige bereichert wird, indem ich mich teils von der Art her an anderen orientiere. Es ergibt plötzlich alles kaum mehr Sinn. Vielleicht wieder so eine Lebenserfahrungssache, ich kann so einfach nicht schreiben (auch nichts Ausgedachtes), weil mir da irgendwie die Erfahrungen und Situationen dazu fehlen. Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll. Möglicherweise sollte ich mich ein paar Wochen lesend und meditierend mit ein paar grundlegenden Fragen des Lebens auseinandersetzen. Möglicherweise bringt das mit 20 aber auch nicht viel.

Das Lesen solcher Texte hinterlässt etwas wie sehnsüchtige, inspirierende Erkenntnis und gleichzeitige Verwirrung.

Vielleicht verändert sich dieses Gefühl irgendwann einmal dahingehend, dass mir die Dinge klarer werden und ich selbst danach besser Eigenes umsetzen kann.

Und nun regnet es plötzlich prasselnd. Uuuh, ein Zeichen!

 
2 Kommentare

Verfasst von - 29. Juni 2011 in Alltag, Kaufen, Kreatives, Kultur, Lesen, Printmedien

 

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