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Heute kein Bild für dich

Nein, dieser Beitrag soll sich nicht Germany’s oder Austria’s next Topmodel widmen. Der Titel zeigt schlicht und ergreifend an, dass es hier kein Foto geben soll, in direkter Verbindung zum eigentlichen Thema: Keine Weitergabe von Bildmaterial, das ich in Univeranstaltungen gesammelt habe.

Nicht, dass die Uni generell was dagegen hat – aber in meinem Anthropologie-Studiengang gibt es, wie auch bei den Medizinern, ein paar Sonderregeln, an die man sich halten muss, genauer: Respekt gegenüber toten Menschen.

In meinen derzeitigen/ bisher absolvierten Übungen (Merkmalsvariationen am Skelett und Skelettmorphologie) wurde jedes Mal darauf aufmerksam gemacht, dass man zwar gern für den persönlichen ‚Gebrauch‘ (sich das Ganze nochmal zu Hause anschauen oder Bilder in eine im Praktikum gehaltenen Präsentation einbauen beispielsweise) fotografieren dürfe, die Bilder allerdings nicht öffentlich gezeigt oder online gestellt werden dürften. Auch bezüglich möglicher Teilnahme an (bei uns leider aus dem Studienplan gestrichenen) Sezierkursen oder der Inanspruchnahme des ‚Studierkammerls‘ zum Lernen auf der Anatomie vergaßen die Professorinnen nicht, zu erwähnen, dass dies verboten sei – kein Wunder, wenn man sich Beispiele aus der Vergangenheit ansieht.

Vor ein paar Jahren ist es vorgekommen, dass Studierende dieses Verbot, das damals vielleicht noch nicht so nachdrücklich erläutert wurde, missachtet und Fotos hochgeladen haben, ob nun auf einer privaten Website oder auf einer Plattform wie Facebook, weiß ich nicht mehr genau, es ist auch eher irrelevant. Irgendjemand stieß darauf, versuchte, die entsprechenden Personen zu kontaktieren und aufzufordern, die Bilder zu entfernen, doch es folgte keine Reaktion. Stattdessen wurde ein Rechtsverfahren eingeleitet, mit der Folge, dass die Missetäter exmatrikuliert wurden – kein schöner Ausgang, und mit Sicherheit abschreckend genug für die meisten Studenten, die sich doch überlegt haben, ‚Leichenmaterial‘ im Internet oder sonst wie zu verbreiten. Und möglicherweise noch – besonders stilvoll – grinsend neben dem einen oder anderen zu posieren.

Natürlich fände ich es schön, das eine oder andere Bild auch mit Leuten zu teilen, die keinen besonderen (ausbildungsmäßigen/ beruflichen) Zugang zur Anthropologie haben. Gewissermaßen als Lehrmittel, ohne dass diejenigen, die davon erfahren und es ansehen und darüber lesen können, Medizin, Biologie oder etwas ähnliches studieren müssen. Andererseits kann ich das gegensprechende Argument des Respekts gegenüber Verstorbenen, die sich teilweise willentlich für die Benutzung ihrer toten Körper zum Lehren und Lernen entscheiden, sehr gut nachvollziehen. In den Unterlagen zu einem meiner Praktika steht bei den Lernzielen vermerkt: „Verantwortungsvoller und pietätvoller Umgang mit menschlichen Knochen.“

Und wer sich für das Thema interessiert, der hat heutzutage einige Möglichkeiten, sich damit zu beschäftigen – sei es mittels

  • oft kriminalistisch angehauchter Serien (ich sollte mir tatsächlich dringend mal ‚Bones‘ reinziehen), auch wenn diese nicht ganz professionell die entsprechenden Berufe zeigen,
  • Dokumentationen, von denen ich besonders ‚Rest in Peace‘ (hier der Trailer auf der zugehörigen Seite) empfehlen möchte, bei dem es um verschiedene Gesichtspunkte des Todes und was danach mit den menschlichen Überresten geschieht, geht (derzeit nach meiner Information nur hier käuflich zu erwerben, aber ganz toll – unter anderem mit dem wunderbaren Dr. Mark Benecke, der sich hauptsächlich mit Insekten auf Leichen beschäftigt, einer mexikanischen Sängerin auf dem Día de los Muertos, einem Bestatter und Leichenherrichter und einem Mitarbeiter bei einem Einfrierungs-und-vielleicht-mal-Wiederbelebungs-Unternehmen),
  • medizinischer oder naturwissenschaftlicher Museen und Ausstellungen, beispielsweise ‚Körperwelten‘ (diskutabel, ob pietätlos und tatsächlich im Willen der Verstorbenen oder nicht) oder gerade hier in Wien den Narrenturm am Unicampus oder das Josephinum (in dessen Gebäude auch mein medizinethisches Seminar stattfindet, sofern es nicht gerade ausfällt wie die letzten beiden Donnerstage X_x),
  • oder schlicht und ergreifend einem Haufen Bücher, welche es fachlich oder innerhalb einer Story anschneiden.

Und zum Posieren habe ich immer noch Oswald, mein lebensgroßes Plastikskelett. (:

Zum Abschluss noch kurz zu dem, was ich aktuell in einer Übung mache: In ‚epigenetische/ nichtmetrische Merkmalsvariationen am Skelett‘ geht es um besagte Variationen – hier ein Höckerchen und da ein Loch zu viel oder zu wenig – und Krankheiten, die man am Skelett feststellen kann. Dafür untersuchen wir teils allein, teils in Gruppen Schädel und ein (mehr oder minder) komplettes Awarenskelett, also von einem Mitglied eines aus Asien stammenden Reitervolkes, dass im ersten nachchristlichen Jahrtausend auch hier in der Gegend zugange war, wie Wikipedia sagt. Ziemlich alte Knochen also. Entsprechend sind die meisten Porösitäten auch keine Pathologien, sondern liegen an der jahrhundertelangen Lagerung im Boden.

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Verfasst von - 10. November 2012 in Biologie, Blog, Studium, Wien

 

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Anfangszauber

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. (Hermann Hesse – Stufen)

Ich habe endlich mit meiner Style-Fotoserie begonnen. (: Die sieben bis acht Fotos, die ich einplane, sind nach den Wochentagen benannt, der Montag findet sich schon auf meinem Flickr-Account.

Das Schießen hat Spaß gemacht. Okay, ich musste erst mal das Bett zur Seite schieben, um eine freie Wand (in der richtigen Farbe) zu haben, Staubsaugen, Stativ und Kamera aufstellen sowie den Versuch starten, etwas mehr Licht von der anderen Seite zu bekommen (mit Regenschirm und Stehlampe)… aber danach war’s lustig, weil ich versuchte, irgendetwas Sportliches zu machen und wir uns dafür Requisiten wie ’nen weiteren Regenschirm (für Einlagen aus dem Fechten) oder einen Vorschlaghammer besorgten. Und zum Schluss gab’s noch ’nen Kopfstand. Angesichts dieses Aufwandes ist das ausgewählte Bild schon ziemlich schlicht. *s*

 
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Verfasst von - 24. Mai 2011 in Blog, Foto, Kreatives

 

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Design in der Biologie

Würde ich an Reinkarnation glauben, so wäre ich mir sicher, in einem vorherigen Leben Mönch in einem mittelalterlichen Kloster gewesen zu sein. Ich habe großen Spaß daran, zu schreiben. Und das nicht nur inhaltlich – ich liebe es, Schriftarten und Schreibwaren auszuprobieren, zu dekorieren und zu skizzieren. (Denn präzise bin ich dabei nicht unbedingt. Der bohèmekünstlerische Einschlag.)

Aus diesem Grund habe ich mir auch schon überlegt, etwas in Richtung Design zu machen. Allerdings arbeitet man da gerade heutzutage wohl weniger auf Stift und Papier denn am PC, dabei finde ich gerade das Skizzen- und Fehlerhafte, nicht hundertprozentig Glatte, leicht Verschobene oft reizvoller… Ich weiß aber auch nicht, wie es aussähe, wenn ich ein Grafiktablett zur Verfügung hätte.

Jedenfalls bin ich dabei, mich beim Abschreiben (ja, auch das tue ich sehr gern, obwohl der Sinn höchst fraglich ist) eines Vorlesungsskripts in den Überschriften künstlerisch zu betätigen. Ich hab jetzt sogar wieder das Sütterlin-Alphabet halbwegs drauf. Da ist dann egal, wie viel Zeit dafür draufgeht, in der ich stattdessen ‚richtig‘ lernen könnte und dass ich das eigentlich nur für eine andere Seite von mir tue. Denn was kann man schon mit der Kombination ‚biologische Informationen‘ und ‚künstlerisches Design‘ anfangen? Meint ihr, das kauft irgendjemand? XD Ein künstlerisch aufgearbeitetes Skript? Naja…

Oh mein Gott! Sie malt sogar Penisse in ihre Unterlagen! Dafür hätt’s in der elften Klasse sicher einen Verweis gegeben…

 

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Fotomarathon

Nein, ich hab leider noch keinen geschafft. Erst gestern machte ich überhaupt die ersten Bilder in Wien, von denen auch drei auf Flickr zu sehen sind. Und nächste Woche verpasse ich auch noch die Photokina, auf der ich dieses Jahr vorbeischauen wollte. Aber dafür las ich vom Wiener Fotomarathon, der am 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit O.o) stattfindet.

Dabei geht’s darum, an diesem Datum 24 Themen in 24 Fotos umzusetzen, und das innerhalb von zwölf Stunden. (Alternativ gibt es auch den Halbmarathon mit zwölf Themen in sechs Stunden.) Man bekommt dafür eine Speicherkarte gestellt, die am Ende der Zeitbeschränkung rechtzeitig mit den ausgewählten Bildern abgegeben wird. (Das ist aber auch das Mindeste bei happigen 25 Euro Teilnahmegebühr… Außerdem gibt’s dafür noch ein Starterkit in Form einer mit allerlei Kram gefüllter Umhängetasche.) Mehr als 1500 Teilnehmer zählte das Event letztes Jahr, und ich bin gespannt, wie viele Verrückte mit Kamera mir an dem Sonntag über den Weg laufen. (: Selbst werde ich dieses Jahr nicht teilnehmen – 25 Euro sind mir grad doch etwas viel, und ich würde die Stadt gern noch ein bisschen besser kennen lernen, bevor ich mich an so ein anstrengendes Unterfangen mache.

Wer ohne auf die Website gucken zu müssen noch einen kleinen Eindruck vom Wettbewerb (mit hochdotierten Preisen) haben möchte, dem stelle ich hier noch die Liste mit den letztjährigen Themen im Hauptwettbewerb zusammen, die in dieser Reihenfolge fotografisch umzusetzen waren:

  • Licht und Schatten
  • Moderne Welt
  • Alles fließt
  • Farbenzauber
  • Kein Leben ohne Energie
  • Zirkus (Artisten, Tiere, Attraktionen)
  • Unten durch
  • Faszination Architektur: 100 Jahre Loos Haus
  • Der Lauf der Zeit
  • Vogelperspektive
  • Tagträume
  • Frei wie der Wind
  • Gut gebrüllt, Löwe!
  • So seh ich mich
  • Pink
  • Herbstblumen
  • Klein, aber fein
  • Die Wiener Bezirkszeitung am Wiener Würstelstand
  • Gemeinsam stark
  • Zwielicht
  • Straßen der Vielfalt
  • Cool
  • Willkommen im Wiener Prater
  • Was für ein Tag

Außerdem gab es einen Jugendwettbewerb für unter-16-Jährige. Die machen dieses Jahr übrigens automatisch beim Halbmarathon mit, den man nun aber auch als Ü16-Fotograf bestreiten kann. Die Jugendthemen von 2009:

  • Licht und Schatten
  • Zirkus
  • Bunte Blumen
  • Pink ist cool
  • First Love
  • Tierisch gut
  • Funny signs
  • Raiffeisen Club … DA ist was los!
  • Just smile!
  • Blubb, blubb
  • Hochschaubahn
  • Was für ein Tag

Man merkt, ein paar Sponsoren sind mit eingebunden. (; Mal schauen, wie das Ganze 2010 aussieht…

 
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Verfasst von - 24. September 2010 in Blog, Foto, Printmedien

 

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Sevenevenevenevenvenven…

In einer Woche habe ich meine erste Abiturprüfung hinter mir.

Heute gab’s ’ne Einweisungsstunde, à la „Man darf bei den Abiprüfungen nicht auf dem Klo rauchen“ und „Acht Uhr dreißig Anwesenheitspflicht!!!“ – und offenbar darf man in jedem Prüfungsfach den Duden benutzen. O.o Heißt, ich kann da für meine Spanischübersetzung ein paar Synonyme nachschlagen? Das wäre nett.

Ansonsten habe ich heute nicht viel gemacht. Fotos – *hüstel* -, wobei ich für den Hogwartsplay-Frühlingsmädchenwettbewerb schon ein paar Bildchen machen wollte, aber ich glaube, dafür steht die Sonne grad schon etwas tief. Und ich habe Angst, mir bei dem Versuch das Bein zu brechen und mein Abi nicht schreiben zu können. @.@

Außerdem stieß ich noch auf diverse coole Blogs, und zwar über die CO2-Neutralisierungs-Teilnehmerliste. Nachdem ich die Bestätigung bekam, dass für meine Seite jetzt auch ein Bäumchen gepflanzt wird! Ich werde mir in Gedenken daran noch einen Namen überlegen. X3 Vielleicht mache ich’s ja vom Bio-Abi abhängig. (: Aber nun mal zu den Blogs:

  • Lady Butterfly’s Bücherblog ist der erste. Wie der Name schon sagt, geht’s darin hauptsächlich um Bücher. *g* Und zwar hauptsächlich die, die eine junge Studentin (allerdings älter als ich! Nicht, dass ich nicht vor allem ältere Freunde hätte) sich zu Gemüte führt. Habt ihr schon mal von Bücher-Challenges gehört? Vorsätze wie „Jetzt lese ich dieses Jahr aus jedem Genre eins, um meinen Horizont zu erweitern!“ oder „Endlich mal die echten Literaturklassiker abklappern!“? Sowas gibt’s da auch. [Und mittlerweile selbst im Hogwartsplay – zu 50 Büchern, die man mal gelesen haben sollte. Ich schnitt da nicht sonderlich gut ab, bin aber immerhin am Alice-im-Wunderland-international-Lesen!]
  • Dann hätten wir da noch Brummelliese. Die muss allein schon wegen ein paar hübscher Spielereien rein – zum Beispiel „Wie neurotisch bist du?“ oder „Wie viele Kamele bist du/ ist deine Freundin wert?“. Ich darf mit Stolz verkünden, dass man für mich schon 63 Kamele auftreiben muss, und:

^_^

  • Finalement gäb’s da noch Bella’s Wonderworld, über das ich ebenfalls zu einem moviepilot-Test kam. Aber an sich geht’s in dem Blog wie beim Erstgenannten um viele Bücher. (: Spontan hat mich besonders die Rezension zu ‚Böses Mädchen‘ von Amélie Nothomb angesprochen (bis auf den accent grave statt accent aigu). Aber dann mal zum nächsten Testergebnis:
Wer bist du im Wunderland? Mach den Test bei der Film-Community moviepilot

ALICE IM WUNDERLAND – Mehr Infos zum Film von Tim Burton auf moviepilot

^______^

Außerdem habe ich mal wieder den SeitTest gemacht, wie schon vor einigen Monaten. Damals war ich lediglich befriedigend, jetzt habe ich mich um 0.8 Punkte verbessert und bin sogar gut. (: Dabei hat sich an der Grobverteilung der Plus- und Minuspunkte nicht viel geändert – guter Text (so rechtschreibtechnisch und so, nehme ich an), keine große Beliebtheit, Lesbarkeit und Übersicht eingeschränkt, Spam (?!). Die bessere Bewertung mag an den gehäufter auftretenden Kommentaren liegen. X3 Freut mich sehr! Aber trotzdem wäre ich in meinem Abi gern besser. XD

Jaha, für so etwas hat man eine Woche vor dem Abitur Zeit. x)

 

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