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Schlagwort-Archive: Geburtstag

Freitagsfüller

Wird mal wieder Zeit für einen Freitagsfüller. (:

1.  Heute morgen (‚Morgen‘ schriebe man in diesem Falle groß) geht’s in aller Herrgottsfrühe zum Flughafen.

2.  Electro Swing finde ich derzeit einfach zu schön.

3.  Ich könnte eigentlich mal wieder an meiner Bachelorarbeit schreiben *hust* (aber nicht dieses Wochenende!).

4.  Obwohl ich eigentlich gar nicht solche Unmengen zu tun habe, könnte ich teilweise in Chaos untergehen.

5.  Im übrigen trage ich gerade einen Haufen pinker Lockenwickler.

6.  Meinen Geburtstag werde ich dieses Jahr ausnahmsweise mal wieder mit Freunden gemeinsam erleben.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meine Familie, nachdem ich auf der Hochzeit einer Freundin war, morgen habe ich einen weiteren Besuch bei den Frischverheirateten zwecks Kindgeburtstagsfeier und eine Ballettaufführung geplant und Sonntag möchte ich dann auch noch auf die entsprechende Taufe – vollgestopfte Tage also!

 
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Verfasst von - 21. März 2014 in Alltag, Kultur, Musik, Studium

 

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Geburtstagsbücher

In Sachen Neuerwerb von Literatur war mein Geburtstag – mittlerweile fast einen Monat her – ein kleiner Erfolg. Dazu brauche ich nicht einmal die beiden auf dem Foto sichtbaren Reinschreibbücher (das rechts ist mein neues Adressbuch) mitzuzählen. Was mir allerdings aufgefallen ist: Meine Sammlung an Sachbüchern ist ziemlich angestiegen, dabei lese ich diese Sorte weniger gern, wenn ich ohnehin schon viel zu tun habe und mich lieber nebenher mit schöner Literatur beschäftige.

Die Sammlung:

  • „Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat“, Pierre Bayard
  • „Bibbi Bokkens magische Bibliothek“, Jostein Gaarder und Klaus Hagerup
  • „Erotische Lyrik der galanten Zeit“, ausgewählt von Hansjürgen Blinn
  • „Die Fahrt der Beagle“, Charles Darwin
  • „Mordspuren. Neue spektakuläre Kriminalfälle, erzählt vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt“, Mark Benecke
  • „Aus der Dunkelkammer des Bösen. Neue Berichte vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt“, Mark Benecke

Das erste Buch befindet sich seit einer entsprechenden Empfehlung von Redakteuren der Süddeutschen Zeitung auf meiner will-ich-unbedingt-lesen-Liste, und es ist gerade dabei, meinen Blick auf das Lesen selbst und Bücher, die man angeblich gelesen haben muss, zu verändern, wie es der Titel schon erahnen lässt. :] ‚Bibbi Bokkens magische Bibliothek‘ habe ich vor Jahren gelesen, fand es wundervoll und habe es mir deshalb von einer Freundin schenken lassen. :3 Nach Bayards Kategorisierung fiel es für mich leider auch schon ein bisschen in die Kategorie ‚VB – vergessenes Buch‘, weswegen ich es erstens überhaupt mal gern haben und zweitens gleich nochmal lesen wollte. Die erotische Lyrik stammt ebenfalls von einer Freundin, und da lässt sich hübsch drin schmökern und ästhetisch formulierte Andeutungen ‚enträtseln‘. Und wie die dritte Freundin und Mitbewohnerin sich richtig dachte, gehört etwas aus der Feder von Charles Darwin zur Pflichtlektüre von jemandem, der mit Biologie zu tun hat.

Ebenfalls biologisch interessant sind die letzten beiden Bücher im Bunde. Ich kann zwar nicht verifizieren, dass Mark Benecke der bekannteste Kriminalbiologe der Welt ist, aber mit dem Untertitel scheint er gut Werbung machen zu können und ich bin mittlerweile ein Fan von ihm. :D Bei solchen Büchern neige ich zwar leider dazu, die Fälle und besonders relevante Basisinformationen bald wieder zu vergessen, aber ich mag die Art, wie er sie dem Lesepublikum näher bringt und die Schwerpunkte, die er setzt. Ich würde ihm selbst gern mal über die Schulter schauen… Was mich nun daran erinnert, dass ich auch Medizinstudenten bei ihrem Sezierkurs gern über die Schulter sehen würde, nachdem er in meinem Studiengang von einem Knochenpraktikum ersetzt wurde, ich aber gern die Art und Vorgehensweise in einem Sezierkurs kennen lernen würde. Mein Freund sieht darin eher die Neugierde, (tote) Menschen aufgeschnitten werden zu sehen, was er eher abstoßend findet und womit er allerdings nicht ganz falsch liegen mag – ich hoffe jedenfalls, dass mich Anblick und Geruch nicht dermaßen irritieren, dass ich an Ort und Stelle umkippe. Das wäre als Gast in der Übung mehr als peinlich.

Von ihm (meinem Freund) habe ich neben einem der Benecke-Bücher übrigens auch ein kleines Hessisch-Wörterbuch bekommen. So etwas taugt zwar kaum zum Durchlesen, aber vielleicht erweist es sich dennoch als hilfreich, wenn ich ihn mal wieder besuche. :D

Den Fortschritt bei denjenigen Büchern, die nicht schon zu alt sind, dokumentiere ich seit kurzem auf Goodreads. Solltet ihr euch auf dieser Plattform auch mal herumtreiben und gelesene sowie noch zu lesende Literatur dokumentieren, fügt mich doch als Freundin hinzu.

 
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Verfasst von - 27. April 2012 in Alltag, Biologie, Foto, Kaufen, Kultur, Lesen, Spielereien, Studium

 

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Listen

Ich hab eine neue Unterseite (wie die About-Seite, allesamt zu finden oben rechts) zu diesem Blog hinzugefügt. Hauptsächlich dient sie wahrscheinlich mir selbst zur Übersicht über Bücher und Filme, die ich noch lesen/ sehen muss, aber wer sich dafür interessiert, kann ja mal einen Blick drauf werfen, die Werke kommentieren oder eigene Vorschläge darbringen. (:

Somit hab ich mich als Listenmögerin geoutet. Manchmal braucht man einfach mal seine Übersicht. Und es gibt so viele verschiedene Dinge, über die man Listen führen kann… Kürzlich erst kam ich auf die merkwürdige Idee, eine zu erstellen mit den Namen der Leute, von denen ich denke, dass sie zu mir masturbiert haben könnten. Ô.o Werde ich hier allerdings nicht veröffentlichen (jaja, die interessanten Sachen bleiben verborgen… aber wahrscheinlich können die meisten mit dem Großteil der Namen eh nichts anfangen). Je nachdem, ob ich von einer einigermaßen hohen Wahrscheinlichkeit oder nur von der vagen Vermutung ausging, dass es irgendwann mal dazu hätte kommen können (wer weiß, ob diese Personen überhaupt masturbieren!), kam ich auf 4-10. Und jetzt werde ich die Liste verbrennen, damit kein zufälliger Finder auf die Idee kommt sich zu fragen, was diese Leute gemeinsam haben… (; (Der Anfangsbuchstabe ist es nicht. Beziehungsweise haben drei Personen denselben, aber sonst keiner, hab ich festgestellt!)

Aber weil ich einen Beitrag über Listen nicht listenlos lassen kann, kommt hier wenigstens eine andere mehr oder weniger interessante. Nämlich mit ein paar Dingen, die ich bis zu meinem 18. Geburtstag gemacht haben wollte (nicht mit aller Durchsetzungskraft, aber schon ganz gern). Erstellte ich vermutlich irgendwann zwischen meinem sechzehnten und meinem siebzehnten Geburtstag und trug sie (auf hauchdünnes Papier geschrieben und kleingefaltet (entsprechend sieht sie jetzt auch aus)) vorzugsweise im Push-up-Täschchen meiner BHs. So steht es geschrieben:

  1. Einen Fremden auf den Mund küssen.
  2. Ein Urlaub mit Lisa + Rebekka.
  3. Sex haben (egal wo).
  4. Etwas im Wert von über 5 € willentlich klauen.
  5. Mehr als 50 kg wiegen.
  6. Einem Straßenmusiker Geld geben.
  7. Jemandem ‚Bom Chicka Wah Wah‘ sagen.
  8. Auf Bahngleise springen.
  9. Etwas sehr Peinliches tun und dabei grinsen.
  10. Volle Rolltreppe gegen Fahrtrichtung runterlaufen.
  11. Von der Schule einen Hinweis bekommen.

Sie wurde laufend erweitert, und ich glaube, die Punkte 3, 5 und 11 habe ich ziemlich sicher auch (rechtzeitig) absolviert. (Damit wäre ich wenigstens über die Hälfte gekommen, juhu!) Bei 10 war die Rolltreppe eher leer. XD 9 stand möglicherweise in Verbindung mit 7, welches ich meinem Lieblingssänger der damaligen Lieblingsband entgegenbrachte (es ihm ins Ohr flüsterte, daraufhin gleich den Zettel aus dem BH zog und den Punkt mit seinem geliehenen Autogrammstift durchstrich, wobei ulkigerweise meine Mutter danebenstand und kurz darauf auch seine Freundin).

 
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Verfasst von - 5. Juli 2011 in Alltag, Blog, Kreatives, Lesen

 

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Italienische Wochen

Ich muss zugeben, ich hab was gegen Italien. So schön irrational-intuitiv. Nicht erst seit dem Fußball-WM-Finale, in dem sie den Franzosen den Titel wegkickten. Es gibt wohl nicht nur in diesem Aspekt einen natürlichen Widerspruch zwischen Italien und Frankreich, und wer mich etwas kennt, weiß eh schon, auf wessen Seite ich mich da schlage. In mein Herz wurde die französische Lilie geritzt.

Zugegebenermaßen fand ich den Beitrag Italiens zum diesjährigen Grand Prix d’Eurovision de la Chanson (ja, ich mag Französisch auch lieber als Englisch) auch gut. Und wenn wir schon mal dabei sind, wollte ich erwähnen, dass ich einen anderen Musiker (und Anwalt!), Paolo Conte, für einen der besten Vorzüge Italiens halte. Neben Nudeln, versteht sich. Wer reinhören mag:

Nun habe ich außerdem vor wenigen Tagen ein Buch gelesen, in dem es auch um Italiener und Nudeln geht. Kurz zur Geschichte, wie ich an dieses Buch kam: Ich blätterte einige Wochen vor einem meiner Geburtstage (oder war’s Weihnachten?) in einem Bücherprospekt, während ich Carola an der Strippe hängen hatte. Dann von mir ein: „Haha, hier steht ein Buch namens ‚Nicht schon wieder al dente‚, und ich hab grad ‚al dante‘ gelesen.“ (Rollenspiel-Insider, oder etwas in der Art.) Zum bald darauf folgenden Anlass erhielt ich von ihr den genannten Roman. Etwas irritierend, zumal ich nicht grad auf typische Frauenliteratur stehe, aber hin und wieder muss es natürlich auch etwas Triviales sein. Nun also von Gaby Hauptmann (die man möglicherweise von ‚Suche impotenten Mann fürs Leben‘ kennt).

Wer in Erwägung zieht, dieses Werk irgendwann einmal zu lesen, sollte nun diesen Beitrag verlassen, ich wünsche noch einen schönen Tag/ Abend! Ich wage aber, es nicht weiterzuempfehlen.

In ‚Nicht schon wieder al dente‘ geht es um die zwanzigjährige Niki, die während ihres postabiturialen Sprachaufenthalts in Kanada den lässigen Südländer Marco kennen lernt. Mit ihm ist alles superduperflockigleicht – aber wie soll ihre Beziehung weitergehen, wenn sie wieder in Deutschland ist, wo sie sich zielstrebig in ein Wirtschaftsstudium stürzen will, und er in Italien? Zurück im trüben Heimatland bei ihrer alleinerziehenden Mutter und Restaurantinhaberin Julia kann Niki nicht aufhören, an die schöne Zeit mit ihrem Lover zurückzudenken, was sonst gar nicht ihre Art ist. Sie lässt es drauf ankommen und fliegt für ein paar Tage zu Marco. Der, wie sich herausstellt, in einer riesigen Villa bei seinen Eltern wohnt, die sich beruflich um ihr Fertignudelimperium kümmern. Statt sich wie in einem Märchentraum zu fühlen und den Sex im weitläufigen Bad mit Sauna vorbehaltlos zu genießen, zetert Niki irritierenderweise herum, dass sie die Tage lieber mit ihm in einer schäbigen Ein-Zimmer-Studentenbude verbringen würde, aber daraus wird nun nichts. Zu allem Elend kann Marcos Mutter sie auch nicht ausstehen, immerhin soll er eine reiche italienische Gräfin heiraten.

Und so kommt es zu einer Reihe unangenehmer Zwischenfälle, die ein von der italienischen Mama vertauschtes Weihnachtsgeschenk beinhalten. Statt Ohrringe erreicht Niki nämlich eine Kundenzustellung des Nudelherstellers – zig Kilogramm Fertignudeln! (Naja, ich hatte schon schlechtere Geschenke. XD Aber romantisch ist das tatsächlich nicht.) Um ihre Beziehung klarzustellen und zu verhindern, dass sich Marco bei einem High-Society-Event zu Silvester, das für seine Familie natürlich Pflicht ist, an die junge Gräfin ranschmeißt, fliegt Niki mal wieder überstürzt nach Italien, während Marco sich als Überraschungsbesuch auf den Weg nach Deutschland macht. Quel malheur! Als die Zwanzigjährige zurückkehrt, amüsiert sich ihr Freund prächtig mit ihrer Mutter. Sie steigt heulend ins Auto und fährt eine alte Dame um, die sie zufälligerweise in Kanada kennen gelernt und ihr dolmetschend geholfen hat.

Im Folgenden versöhnt sich Niki wieder mit Marco, da ja offenbar doch nichts Schreckliches passiert ist. Doch auf einer Tour durch die umliegende Weingegend begegnen sie einer Freundin von Marcos Mutter – Freifrau von Finkenstein, oder so – sowie seinem Onkel, der vorgibt, daheim in Italien zu sein – und es beginnt ein hanebüchenes, unrealistisches Detektivspiel ohnegleichen. Die Details aufzudröseln wäre zu verwirrend, aber ich hoffe, die Zusammenfassung genügt, um das Absurde daran zumindest anzudeuten. Das Liebespärchen schleicht sich durch die alten Dienstpersonalgänge des Schlösschens der Freifrau und belauscht diese mit dem Onkel im Gespräch, doch als sie im Parallelgang entdeckt werden, bedroht die gute Frau sie auch noch mit einer geladenen Waffe. Und dann ist da noch die Tochter der Freifrau von Finkenstein, die angeblich schon seit einer ganzen Weile tot ist (erschossen von einem Einbrecher in Marcos trautem Heim), dann aber lebendig vor Niki steht. Sie wurde aufgrund eines taktischen Spielzugs versteckt gehalten.

Ihr wird aufgedröselt, dass die ganze Familie Marcos, ja, ganz Italien Wetten abgeschlossen hat, wen der Millionenerbe heiratet. Marco und sein Onkel wetten auf Niki, seine Mutter sowie die von Finkenstein auf die italienische Gräfin. Um das Ergebnis zu beeinflussen, spielten sie sich natürlich gegeneinander aus, und so waren beispielsweise die fehlgeleiteten Geschenke oder das eiskalte Verhalten der Mutter Niki gegenüber reine Taktik. Das offenbaren sogar Wettbüros im Internet. Entrüstet darüber, dass sie den Spielball der italienischen Oberklasse gibt, distanziert sich Niki von ihrem Freund, heckt hinterrücks aber selbst einen gerissenen Plan aus – da bisher kaum einer auf das Pärchen Niki + Marco gewettet hat und die Auszahlung gigantisch wäre, kratzen sie, ihre Mutter, deren Weinhändlerbekannter sowie die angefahrene alte Frau alles Geld zusammen, das sie auf die Schnelle mobilisieren können, um mit dem Wettgewinn der bankrotten Freifrau das Schlösschen abzukaufen und darin einen Restaurant-Weinhandel mit kleinem Hotel zu eröffnen.

Ihrem Freund erzählt Niki nichts davon, ergibt sich aber seinen Beteuerungen, dass er sie wolle und keine andere, und nimmt angeblich gönnerisch in seinen Heiratsantrag an. Rasch sind sie in Rom, wo sie nach einer kurzen Touristenrunde auf einen weiteren Onkel Marcos treffen, der, oh Wunder, Priester ist. Zwar ist eine nur kirchlich geschlossene Ehe nicht rechtskräftig, aber auf die Schnelle lässt sich kein Standesbeamter auftreiben, und die Italiener sind eh so gottesfürchtig, dass sie das vorerst durchgehen lassen. Dank der gewonnenen Wette schwimmt nun auch Nikis Mutter in Geld und kann sich ihr neues Vorhaben leisten, und Niki kann ja notfalls auch in Italien Wirtschaft studieren… Sogar Marcos Mutter freut sich nun über die würdige Gegenspielerin, die letztendlich alle so gewitzt ausgetrickst hat. Alles paletti, jieha!

Abgesehen von diesem inhaltlichen Obskurium, welches mich sehr an meine in der Grundschulzeit erfundenen Geschichten erinnerte, ist auch der Stil irgendwo in der zehnten Klasse hängen geblieben. Abgesehen von der Weinkenntnis. Die Charaktere verhalten sich meiner Meinung nach oft sehr unpassend, was nicht immer als persönliche Eigenschaft abgestempelt werden kann. Zudem sind dem Lektor ein paar grässliche Schnitzer passiert: Zwei- oder dreimal werden die Vornamen von Niki und ihrer Mutter Julia vertauscht, sodass sich der Leser kurz verwirrt fragt, was das nun soll, bis er darauf kommt, dass es sich einfach nur um einen Fehler handeln kann. Höchst peinlich, wie auch der Storyverlauf, aber in all seiner Seltsamheit auch manchmal witzig.

 
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Verfasst von - 18. Mai 2011 in Alltag, Hogwartsplay, Kreatives, Lesen, Musik, Printmedien

 

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Mendelsche Genetik – es grünt so grün…

…wenn Spaniens Blüten blüh’n. Tja, ich habe mir nicht nur „My Fair Lady“ mit der wundervollen Audrey Hepburn auf Sprachtherapie reingezogen (okay, der Film ist etwas lang mit mehr als zwei Stunden, aber dafür gibt’s zwischendrin auch eine instrumentale Pause. XD Und ich mochte ihn, obwohl ich kein großer Fan von Gesangseinlagen bin und das Gekreische am Anfang kaum ertragen habe). Ich habe fleißig herumgegärtnert, obwohl die meisten meiner Pflanzen bisher recht bald eingegangen sind…

Schon zu Beginn der zwölften Klasse, als wir die Mendelsche Genetik von vorne und hinten durchnahmen (manche Obszönitäten kann ich mir einfach nicht verkneifen, verzeiht ^^“), beschloss ich, mir irgendwann einmal die japanische Wunderblume (Mirabilis jalapa) zuzulegen, um an einer roten und einer weißen Sorte den intermediären Erbgang mit seinen rosafarbenen Blüten nachzuvollziehen. Kurze Erläuterung: Es gibt in diesem Beispiel zwei verschiedene Allele (Chromosomenstücke für eine mögliche Ausprägung), nämlich weiß (w) und rot (r). Die Individuen besitzen üblicherweise zwei Chromosomen derselben Art (von Mutter und Vater erhalten), und wenn sich auf diesen beiden die Allelkombination weiß + weiß findet, ergibt sich eine weiße Blütenfarbe; lautet die Kombination rot + rot, sind dies auch die Blüten. Erhalten die Nachkommen nun die Kombination weiß + rot, ergibt sich bei einem intermediären Erbgang, bei dem keine der beiden Allele dominant ist, eine Mischform, also rosa Blüten. Werden in der nächsten Generation zwei Pflanzen mit rosa Blüten „verpaart“, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelner Nachkomme rot bzw. rosa bzw. weiß wird,                bei 1 : 2 : 1 (siehe Kreuzungsquadrat).                        Bildquelle: Wikipedia

Also bestellte ich mir vor circa einem halben Jahr Samen für rote und weiße Blüten. Ich bin mir nicht sicher, ob diese beiden Sorten wirklich eine rosa Mischform ergeben, da die Wunderblume allerhand Mischformen eingeht (auch gelb-pink-Gescheckte) – möglicherweise handelt es sich bei der roten auch nur um eine sehr Dunkelrosafarbene/ Pinke. Aber das werden wir noch sehen.

Zunächst beobachte ich noch staunend das Wunder der Natur, das sich an einer heranwachsenden Pflanze zeigt. Die ‚Weiße‘ hat sich noch nicht an die Oberfläche bequemt, obwohl sie vor länger als einer Woche eingepflanzt wurde, die beiden ‚Roten‘ hingegen haben vor Kurzem das fröhliche Sprießen begonnen.

Oben rechts ein Bild von gestern, noch ziemlich zusammengefaltet. Weiter unten von heute, frisch aufgerichtet. Manchmal überkommt es mich, und ich bin völlig hingerissen davon, dass sich die kleinen Käpselchen im Ruhezustand innerhalb weniger Tage in lebendigere Pflanzen verwandeln können. Mittels der Mineralstoffe (NICHT Nährstoffe) aus der Erde, Wasser sowie der aus bloßem Licht gewonnenen Energie bilden sich rasend schnell stabile Strukturen, grüne Blättchen. (Das ist doch einfacher mitzuverfolgen als die Entwicklung eines menschlichen Embryos.) Cyanobakterien haben die »Formel des Lebens«, wie es meine Struktur-und-Funktion-der-Pflanzen-Professorin formulieren würde, entwickelt, mithilfe derer sich die grünen Pflanzen Energie für ihr Wachstum verschaffen. Nebenbei noch massig Sauerstoff. (Jaja, Fotosynthese. Für die Chemie-Freaks:                     6 H2O + 6 CO2   →   C6H12O6 + 6 O2.)

Hach ja. :3 Desweiteren habe ich zu meinem Geburtstag ein Flammendes Käthchen in Gelb geschenkt bekommen (unbeabsichtigterweise passend zu meinem ersten Rollenspielcharakter, bis auf die Farbe *g*). Angeblich sehr pflegeleicht. Bisher strahlt es noch wunderschön wie eh und je. Ich muss mal nachschauen, um was es sich da für ein Pflänzchen handelt; die öfter als einjährig Blühenden sind mir ja am Liebsten, weil ich sie mit etwas Glück zum erneuten Aufblühen bringen kann. Naja, wahlweise gehen auch Schnittblumen. XD

Nun werde ich mich allerdings wieder dem Chemielernen widmen… Noch ist’s ja relativ einfach, aber ich hab auch erst heute so wirklich angefangen.

Liebe Grüße und schon mal ein erholsames Wochenende. ♠

 
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Verfasst von - 12. Mai 2011 in Alltag, Biologie, Foto, Hogwartsplay, Kaufen, Kreatives, Studium

 

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Déjà-lu

Meine kürzlich gelesenen Bücher (also, frühestens Jahresanfang) in Mini-Zusammenfassung. Reihenfolge zufällig.

  • Markus Zusak – Die Bücherdiebin (586 erschütternd schöne Seiten)

Wahnsinnig gut. Ich spiele mit dem Gedanken, einen separaten Eintrag darüber zu verfassen, weil der Roman bzw. Kommentare so vielschichtig ist/ sind. Nur so viel sei gesagt: Die Geschichte spielt im zweiten Weltkrieg und wird erzählt vom Tod höchstpersönlich. Form und Stil sind außergewöhnlich.

  • Ulrich Wickert – Vom Glück, Franzose zu sein (240 französische Seiten auf Deutsch)

Habe ich vor langer Zeit zu lesen begonnen und (sonst nicht meine Art) nun nahtlos daran angesetzt, weil das Buch ohnehin in inhaltlich nicht so viel miteinander gemeinsam habende Kapitel unterteilt ist. Die ersten waren, wie ich mich erinnere, noch sehr alltagsbezogen, bei den letzten ging es sehr in Politik und Wirtschaft hinein – für mich leider weniger spannend.

  • Glück muss man haben!

Schon wieder was mit Glück. Jah, okay, es ist ein Geschenkbuch. XD Aber sehr süß! Und das Design sagte mir zu. Außerdem gehen die Zitate/ Gedichte auf verschiedene Interpretationen vom Glücksbegriff ein, was ich interessant finde.

  • Susanne Rohner – Knigge. Erfolgreich durch gutes Benehmen (93 kleine, feine Seiten)

…hab ich eigentlich meinem Freund zum Geburtstag geschenkt. x) Aber man soll ja schenken, was man selbst gern hätte, nich…? Und er kann’s bestimmt mal gebrauchen. Wenn er’s je lesen sollte.

Brachte mir meine Mutter von einem ermäßigte-Exemplare-Stand mit, wofür ich ihr sehr dankbar bin. (: Über eine zersplitternde (jüdische) Familie in den USA. Die bisher unauffällige Tochter entdeckt beim (typisch amerikanischen) Buchstabierwettbewerb endlich ein herausragendes Talent, welchem der Vater – Kantor in der Synagoge und ständig vertieft in mystische Schriften – besonders große Beachtung schenkt. Dafür vernachlässigt er das bisherige Wunderkind, seinen älteren Sohn, der sich infolgedessen auf Erkundungstour bei anderen religiösen Gemeinschaften begibt. Die Mutter, Anwältin, findet dafür längst keine Erfüllung mehr in ihrer Beziehung und erweitert deshalb ihr geheimes kleptomanisches Hobby… Gerade zu Beginn klang die Geschichte sehr interessant, was mit Sicherheit auch an dem besonderen Humor und gewissen Kommentaren und Beschreibungen lag, die mich sehr an den Erzähler von ‚Die fabelhafte Welt der Amélie‘ erinnerten. Im Laufe des Romans verliert die Story jedoch leider, leider etwas an Fahrt. Meiner Meinung nach dennoch lesenswert.

Geschrieben von einem jungen Komiker, der darin seine seltsame Wohngemeinschaft mit einem aufdringlichen kommunistischen Känguru in kurzen, unterwegs super zu lesenden Kapiteln beschreibt. Bekam ich von meiner Patin zum Geburtstag (oder zu Weihnachten). Amüsant, irgendwann aber auch wieder etwas ermüdend weil repetativ. Manche (extrem kurze) Kapitel hätte man sich sparen können.

Im Wien der vorletzten Jahrhundertwende sucht ein ehemaliger Soldat mit überdurchschnittlichem Geruchssinn etwas, das seinem Leben Bedeutung verleiht – in der Schokoladenfabrik seines Onkels, wo er außergewöhnliche Kreationen schafft, sowie in der Liebe der faszinierend außergewöhnlichen Elena Palffy. Doch das Glück erfährt seine Höhen und Tiefen – und ließ mich als Leserin am Schluss etwas ratlos und voller Fragen zurück. Authentisch und fesselnd geschrieben, vom Ex-Geschichtslehrer einer guten Freundin. ^^

Die meisten davon habe ich geschenkt bekommen, und meine Meinungen fallen etwas zwiespältig aus. Extrembeispiele: Kalix und Die Bücherdiebin. Okay, ersteres hab ich gewonnen und zweiteres ist von einem Autor geschrieben, der sich auch von meiner Amazon-Wunschliste (ugh, die sollte ich vielleicht mal auf den neuesten Stand bringen) pflücken lässt… Aber ich denke, ich kann mich prinzipiell mit sehr vielen verschiedenen Büchern/ Romanen/ Genres anfreunden.

Ich habe es immerhin geschafft, in den letzten Tagen und Wochen sehr viele Werke verschlungen zu haben, yay! Es wartet andererseits auch noch mindestens ein Bücherregal voll darauf, zum Zuge zu kommen. Ich glaube, sie sind verbreitungsgeil und spekulieren auf eine Erwähnung im Blog… Ô.o Naja, zuerst kommt vermutlich ‚Chemie für Biologen‘ von Latscha/ Kazmaier dran, ich hab mir vorgenommen, in einem Monat die Chemieprüfung abzulegen. Drückt mir die Daumen. :]

 

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Bécs (oder: Wie man seine Muttersprache vergisst)

Bécs ist der ungarische Name für ‚Wien‘. Er ähnelt damit ganz und gar nicht dem deutschen Namen oder romanischen Variationen wie ‚Viena‘, und dieses Merkmal zieht sich durch die gesamte Sprache. Sie gehört einfach in eine ganz andere Familie, nämlich in die finno-ugrische, wie auch Estnisch und Finnisch. Doch wenn wir schon einmal beim Stichwort ‚Familie‘ sind – der folgende Artikel dreht sich, vage formuliert, um die ungarische Sprache, mich und das Gefühl von Familie.

Einer der zahlreichen Vorteile, in Wien zu leben, ist für mich die Tatsache, öfter mal Ungarisch hören zu können. Immerhin ist die ungarische Grenze nicht weit entfernt; um von hier aus in die Hauptstadt Budapest (nicht Bukarest, Leute… das war Rumänien) zu kommen, dauert es mit dem Zug nur etwa drei Stunden. Menschen auf der Straße reden auf Ungarisch, die Beschreibungen auf Lebensmitteln und anderen Supermarktartikeln sind schon an zweiter Stelle in ungarischer Übersetzung aufgeführt. Ich lese sie mir – oder anderen, die sich dafür interessieren – gerne vor. (:

Leider war’s das dann auch beinahe schon mit meinen Kenntnissen. Immerhin, denke ich mir manchmal, die Aussprache ist etwas eigen, das kann auch nicht jeder. Und sonst fällt auch keinem auf, dass es im Namen der Wiener Esterházygasse eigentlich ‚Eszterházy‘ heißen sollte, sonst müssten die Busfahrer es korrekterweise ‚Eschterhaasigasse‘ aussprechen. Allerdings ist es traurig, dass ich nicht mehr Ungarisch kann, wenn man bedenkt, dass das eigentlich meine Muttersprache ist.

Meine Mama hat ein ungarisches Elternteil und wurde im Grenzgebiet Rumäniens zu Ungarn groß, sprach die Sprache von klein auf. Sogar ich redete in meinen ersten Lebensjahren eher selten Deutsch (was nicht daran liegt, dass ich generell noch nicht sprach!) – aber ab einem gewissen Zeitpunkt, als ich zu Hause immer weniger Ungarisch und immer mehr Deutsch hörte, begann ich, meine Muttersprache zu vergessen.

Dieser Vorgang verlief schleichend. Freunde können bezeugen, dass ich noch in der Grundschule Mitschülern gern auf Ungarisch zum Geburtstag gratulierte. Und auch wenn ich das heute auch noch hinbekäme, fiele es mir spontan nicht ein, jemanden mal in dieser Sprache zu beglückwünschen. Soll es etwas inhaltsvoller werden, habe ich größere (Formulierungs-)Probleme.

Doch auch, wenn ich nicht so viel verstehe und noch weniger selbst über die Lippen bekomme: Wenn Ungarn sprechen, vermittelt mir die Sprache ein Gefühl von Geborgenheit, Gemütlichkeit, Familie. Ob das mit der Lebensphase zusammenhängt, in der ich am Meisten von dieser Sprache mitbekam? Als Kleinkind, das von einem Verwandten in die Arme des nächsten gelegt wurde und sich über den Besuch von ungarischen Freunden der Eltern freute?

Auf jeden Fall kann ich sagen, dass es mir jetzt, im Alter von 19 Jahren, meine neue Stadt noch sympathischer und heimeliger macht, als sie ohnehin schon für mich ist.

 
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Verfasst von - 22. November 2010 in Alltag, Kultur, Lesen, Wien

 

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