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Bücher, die man gelesen haben muss – Dezember

03 Jan

Bücher die man gelesen haben mussDas vorerst letzte Buch der BBC-Liste der Werke, die die Briten am liebsten gelesen haben, ist für mich Aldous Huxleys ‚Brave New World‘, fertiggelesen am 25. Dezember und damit noch rechtzeitig vor Challenge-Ende, yay! Mal wieder eins auf Englisch, spontan gekauft in einer Buchhandlung in Rumänien (Cluj/ Klausenburg). Ich wusste vorher nicht einmal genau, worum es ging, war beinahe ein bisschen abgeneigt, weil es hieß, es sei wieder eine dieser Dystopien, die man gelesen haben soll. Nach meiner nicht ganz so positiven Erinnerung an das andere Must-Read, Orwells ‚1984‘, eher ein ’na gut, dann lesen wir das halt mal‘. Dafür fand ich die Geschichte dann aber doch sehr gut.

Eine Dystopie ist die Schöne neue Welt nur bedingt – schließlich sind die Bewohner alle glücklich und zufrieden mit dem, was sie tun und wie sie leben. Großteils zumindest. Ein Teil lebt in Reservaten und führt ein ‚primitiveres‘ Leben unabhängig von der modernen Einheitswelt, die die Errungenschaften der Technik nutzt und keinen Platz hat für Religion, Bräuche, Natürlichkeit, Naturverbundenheit und Krankheiten. Und manche außerhalb der Reservate wollen Unabhängigkeit von den Gepflogenheiten und Zwängen, die die neue Gesellschaft mit sich bringt – dazu eines meiner Lieblingszitate:

‚But I don’t want comfort. I want God, I want poetry, I want real danger, I want freedom, I want goodness. I want sin.‘

‚In fact,‘ said Mustapha Mond, ‚you’re claiming the right to be unhappy.‘

‚All right, then,‘ said the Savage, ‚I’m claiming the right to be unhappy.‘

Denn die Gesellschaft produziert Retortenbabys, bestmöglich an die soziale Schicht und Arbeit angepasst, in die sie gesteckt werden. Wenig Zufall, wenig Diversität. (Und superinteressant, das zu lesen, weil bei Erscheinen des Buches noch so gut wie nichts von Genetik, geschweige denn Gentechnik bekannt war.) Weitere Details lasse ich mal unerwähnt, weil ich wirklich finde, dass man den Roman gelesen haben sollte (und man auch recht schnell durch ist), also los. :]

Über Huxleys Stil wage ich nicht viel zu sagen, weil ich zugegebenermaßen die vereinfachte Penguin-Readers-Ausgabe gelesen habe. Da wirkte alles sehr zufriedenstellend-einfach-verständlich. Auch die Handlung ist ziemlich geradlinig und unverschnörkelt. Ein Roman, bei dem es wenig um Kunstfertigkeit und Ästhetik geht, stattdessen ist der Weltentwurf wichtig und spannend und die Konsequenzen.

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Verfasst von - 3. Januar 2014 in Biologie, Kultur, Lesen

 

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