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Schlagwort-Archive: Kinder

Bücher, die man gelesen haben muss – Juni

Der Bücher die man gelesen haben mussJuni war mein Prüfungsmonat, und da wollte ich nicht allzu viel Zeit für das Buch in Anspruch nehmen müssen. Deshalb hab ich mich (auch nach ein paar Empfehlungen in die Richtung) für das Kinderbuch „Der Wind in den Weiden“/ „The Wind in the Willows“ von Kenneth Grahame von 1908, mit dem ich auch tatsächlich sehr schnell durch war. Dafür habe ich mir über Amazon ein günstiges, gebrauchtes Hardcover-Exemplar, etwa in DIN A4-Format, besorgt, versehen mit niedlichen Illustrationen von Rene Cloke. Angeblich auch eine gekürzte Ausgabe… aber da war’s nicht so einfach, rauszufinden, welche nun ungekürzt wären. Naja, Pech gehabt. /:

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Verfasst von - 11. Juli 2013 in Lesen

 

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Bücher, die man gelesen haben muss – April

Bücher die man gelesen haben mussMein Aprilbuch war Lucy Maud Montgomerys „Anne auf Green Gables“ – ein Kinderroman, den ich schon vor einigen Jahren gelesen habe und den ich damals ganz entzückend fand, sodass ich mich sehr über sein Vorkommen auf der BBC-Liste gefreut habe: Zeit, ihn nochmal zu lesen! Es ist der erste Teil einer Reihe, von der ich lediglich die ersten beiden gelesen habe, da sie zusammen in meiner Ausgabe steckten, und wenn ich das arrangieren kann, werde ich in den nächsten Monaten auch mal die Folgebände lesen.

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Verfasst von - 7. Mai 2013 in Kultur, Lesen

 

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A Glorious Contingency

Rekonstruktion in rundem GlaskastenIst dies ein Hologramm?

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Ich habe mich riesig gefreut, als ich erfuhr, dass eine neue anthropologische Ausstellung in zwei Sälen des Naturhistorischen Museums Ende Januar eröffnet wurde. Seit 1996 bzw. ’99 waren diese geschlossen, da die öffentliche Kritik an der bis dahin bestehenden Ausstellung wuchs – im sogenannten ‚Rassensaal‘ wurden zweifelhafte Inhalte über heutige menschliche ‚Rassen‘ dargestellt. (Dabei habe ich mich gefragt, ob es in dieser Zeitspanne (der Teil war seit 1978 geöffnet) in Deutschland überhaupt möglich gewesen wäre, eine solche Exhibition über einen so langen Zeitraum zu führen – Österreich wirkt in vielen Punkten weniger kritisch gegenüber der nationalsozialistischen Vergangenheit.) Heutzutage wird die Einteilung des modernen Menschen in Rassen zumindest in wissenschaftlichen Kreisen größtenteils als obsolet angesehen.

Im Vergleich dazu ist die jetzige Ausstellung, die den Titel ‚Mensch(en) werden‘ trägt, höchst modern, differenziert und erfrischend. (Und das in altehrwürdigen Sälen mit Stuck(-skulpturen) und Gemälden.) Kommt man aus den vorangehenden Sälen voller alter Holzvitrinen, in denen hunderte Relikte frühgeschichtlicher Gefäße und ähnliches aufbewahrt werden, wird man begrüßt von neumodischen, erleuchteten Schautafeln und Flachbildschirmen, einer Vielzahl von Rekonstruktionen (hauptsächlich von Schädelknochen) und einer künstlerischen Neandertaler-Nachbildung, die mit dem Speer auf einen zielt… (Derartige Nachbildungen sind übrigens mit Vorsicht zu genießen, da die relevantesten Merkmale, nach denen wir ein Gegenüber bewerten, besonders von Haut und Fettgewebe dargestellt/ gebildet werden (Stichpunkt Körperbehaarung!), welche sich kaum aus Knochenfunden rekonstruieren lassen.)

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Verfasst von - 21. Februar 2013 in Biologie, Foto, Kultur, Studium, Wien

 

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Stromkilometer 1.918,3 – Friedhof der Namenlosen

Wenn man für längere Zeit in Wien ist und den Film ‚Before Sunrise‘ mit Ethan Hawke und Julie Delpy gesehen hat, gibt es ein paar Orte, die man gern besuchen würde. Zu diesen gehörte für mich der Friedhof der Namenlosen – den ich beim letzten Besuch meiner Eltern hier sehen wollte. Praktischerweise, denn die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht ganz unkompliziert, und so nahmen wir dann doch das Auto.

Unbekannt

Es gibt ein paar amüsante Ortsnamen in und um Wien, unter anderem auch: Alberner Hafen (Teil des Bezirks Simmering). In diesem industriegebietigem Gebiet findet man nach einigem Suchen und Passieren von Zulieferstraßen auch ein Schild, das auf den Friedhof der Namenlosen hinweist. Hinauf und hinunter die Stufen um den Rundbau der Kapelle, dann steht man vor dem Eingangstor. Doch worum handelt es sich bei diesem mysteriösen Friedhof genau?

Namenlos

Nun, die Lage nahe des Hafens ist nicht zufällig. Bis vor einigen Jahrzehnten befand sich bei dieser Stelle in der Donau – Stromkilometer 1.918,3 – ein Wasserwirbel, der Treibgut an Land spülte, darunter Wasserleichen. Wer sie waren, woher sie kamen, wie sie starben, war in den meisten Fällen nicht auszumachen. Man beschloss, sie zu begraben. Zwar ließ man sie dafür nicht zum nächstgelegenen Friedhof bringen, doch angeblich wurden sie auch nicht einfach verscharrt, sondern in Holzsärgen bestattet. So entstand der Friedhof der Namenlosen.

Unvergeßlich

Als wir ihn im August besuchten, waren die Gräber von allerlei Gräsern und Farnen überwuchert. Trocken, heiß und stickig das Wetter. Irgendwie passte es nicht zum Ort, aber die geheimnisvollen Kreuze und Schilder für die anonymen und identifizierten Toten ergänzten die Stimmung um das fehlende Traurige, Mystische. Inspirierend bei den Gedanken an die vielen unerzählten Geschichten, von denen sich zumindest Abrisse auf den Schildern derer zeigen, über die etwas in Erfahrung gebracht werden konnte.

Julius Behnken aus Hamburg – 11.12.1860 – 15.3.1923

Manchen Gräbern sieht man sogar an, dass sie für Kinder geschaufelt wurden. Spielzeug, buntes Brimborium. Ein schlammgrünes, von der Witterung mitgenommenes Stoffkrokodil tarnt sich im Gras an „Sepperls“ Grabstätte. Auf einem anderen steht:

Hier ruht Wilhelm Töhn, ertrunken durch fremde Hand am 1. Juni 1904 im 11. Lebensjahr

Selbstmörder sollen natürlich auch viele darunter gewesen sein. Joseph Fuchs, der vor einigen Jahren verstorben ist und sich seit Ewigkeiten – früher ehrenamtlich – um den Friedhof der Namenlosen kümmerte, konnte davon vermutlich ein Lied singen, zumal der im Jahr 1906 Geborene noch die aktive Phase miterlebte. Seit etwa 1940 werden hier keine Wasserleichen mehr bestattet, darum kümmert sich nun der Zentralfriedhof. Mal abgesehen davon, dass der Wasserwirbel beim Hafenumbau beseitigt wurde und nun längst nicht mehr so viel angespült wird wie einst.

Rosa Majewsky ~     1912-1930

Abgesehen von gelegentlichen Besuchern finden sich hier vor allem am Sonntag nach Allerseelen etliche Menschen ein. Dieser Brauch mit Kranzlegung hat sich eingebürgert. Der Fischerverein lässt ein Floß aus Blumen und Kerzen zu Wasser, versehen mit einem dreisprachigen „Den Opfern der Donau“ (deutsch, tschechisch, ungarisch) und der Bitte, das Floß bei Bedarf weiterzustoßen. Vielleicht finde ich ja mal Zeit dafür, ich würde es gern mit ansehen.

Im Bereich zwischen Dammkapelle und Hafeneinfahrt befand sich einst der alte Friedhof der Namenlosen, der im Jahre 1900 aufgelassen wurde. 478 Opfer des Stromes liegen heute noch dort bestattet.

Dieses Schild findet sich an der Rückseite der Kapelle, und nach einem Abstecher an das, was wohl die Hafeneinfahrt oder etwas ähnliches ist, hat meine scharfäugige Mutter auch den alten Friedhof entdeckt, nachdem wir zuvor erfolglos Ausschau gehalten haben, obwohl wir direkt daran vorbeiliefen. Er befindet sich auf der anderen Seite einer verrosteten, im Nichts endenden Schiene, von den Bäumen sicher schon teilweise überwachsen. Der alte Teil wurde früher noch teilweise überflutet, was ein Grund dafür sein könnte, dass sie hundert Meter weiter siedelten.

Und es liegt eine gewisse Ironie in der Tatsache, dass sogar die beiden Friedhofsteile nun seit mehr als einem halben Jahrhundert Schilder tragen, wie sie die Gräber zieren:

[Alter] Friedhof der Namenlosen   1840-1900

[Neuer] Friedhof der Namenlosen   1900-1935

 

 

 

 

 

 

 

 
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Verfasst von - 21. September 2011 in Alltag, Foto, Kultur, Wien

 

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