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Die Briefe, Teil 2

Alles geordnet. 152 Briefe seit 2001, von 16 Freunden. Von manchen habe ich nur einen bekommen, von anderen 38. Durchschnittlich sind’s 9,5 pro Person. Mit 6 davon halte ich noch immer Briefkontakt. An ausländischen Kontakten habe ich ebenfalls 6 zu verzeichnen, davon 2 aus Österreich, 1 aus Rumänien, 1 aus Weißrussland und 2 aus Sri Lanka.

Soviel zum statistischen Teil. Es gab einige sehr amüsante Briefe/ Passagen/ Fotos, besonders aus jungen Jahren. (Ich möchte gar nicht wissen, was ich damals geschrieben hab. Aus diesem Gefühl heraus wurde der Kicheranfall durch einen kalten Schauder über den Rücken gebremst…) Die eine, die sich darüber aufregte, ihre Mutter würde sie für eine Schlampe halten (machte generell keinen sonderlich angenehmen Eindruck auf mich, muss ich zugeben). Oder der Weißrusse, der seinen Text offenbar einmal durch den Google Translator gejagt hat. Ich kann jedem nur empfehlen, sein Glück als jemandes Brieffreund zu versuchen! :D Vielleicht findet sich ja auch die eine oder andere Seelenfreundschaft? [Wem es an gelegentlicher, vielleicht internationaler Post von nicht allzu nahen Personen mangelt, der kann sich gern mal auf postcrossing.com umsehen. Postkarten aus aller Welt bekommen und in alle Welt schreiben, je nach Zeit und Muße. Ja, gut, man muss seine Adresse angeben… Aber es soll Menschen geben, die das mit dem Datenschutz ernst nehmen. (: ]

Besonders schade ist’s mir um meine Brieffreundin M., mit der ich die höchste Anzahl an Briefen austauschte (38). Wir haben angefangen, uns zu schreiben, als wir süße 10 waren. ^_^ Ihre Adresse hab ich aus einer Zeitschrift einer damaligen Freundin (alles fließt! – nein, so heißt nicht die Zeitschrift, das war der Kommentar zu ‚damaliger Freundin‘, davon hab ich einige), und wir haben uns manche Male besucht. Nach einem Besuch hörte das Schreiben allerdings recht abrupt auf. Ein dummes Ereignis, von dem ich noch nicht einmal weiß, ob wir es beide als Grund zum Aufhören ansahen. Es war eine seltsame Situation, ich habe mich nie getraut, nachzufragen oder ihr wieder zu schreiben.

Denken musste ich bei der Aktion auch an all die unbeantworteten Briefe, die ich schrieb. An die eine oder andere bekannte Persönlichkeit, aber auch an… andere. Ich frage mich dabei immer, ob irgendein obskures Ereignis dafür gesorgt hat, dass die Person nicht an den Brief kam, ob sie ihn irgendwann vergessen hat oder ob sie ihn gleich wegwarf. Das sind nur drei Gründe/ Möglichkeiten, was fällt euch noch so ein? (:

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10 Things I hate about you Soundtrack – Your Winter. Melancholie +2, Motivation +1

Third Eye blind – Semi-charmed Life. Schwung +1, Optimismus +2, Coolness +2

Art Tatum – Battery Bounce (Fallout 2 Soundtrack). Schwung +1, Coolness +1, Roaring-Twenties-Feeling +20

Lumidee FT Fabulous – Never leave you (oh oh). Verwirrung +1, Ach-damals-Feeling +4

Jason Mraz – I’m yours. Liebeliebeliebe +5, Optimismus +1, Urlaubsfeeling +2

Irie Révoltés – Oh Soleil. (Tu m’as tellement manqué, wie A. schon sagte einer der schönsten Sätze überhaupt, inhaltlich und sprachlich.) Optimismus +3, Urlaubsfeeling +4

Funny van Dannen – Tauben. Coolness +1, Spaß +2, Melancholie +1 (Maisverdruss)

und zu guter letzt: t.A.T.u. – All the Things she said. Motivation +2, Coolness +1, Pessimismus +1, Ach-damals-Feeling +2

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Ein Kommentar

Verfasst von - 19. August 2010 in Blog, Foto, Musik

 

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Vom Suchen und Finden

Derzeit bin ich aufgrund des nahenden Umzugs immer mal wieder am Rumräumen, Sortieren und Ausmisten. Gestern Abend begann ich mit den Briefen. Hier eine kleine Auswahl Besonderheiten:

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Zwei Zitate von Marc Aurel, der mir zwar nicht persönlich schrieb, aber gewissermaßen durch meine beste Fangirl-Freundin A.. An erster Stelle das Motto meines Briefverkehrs unter Freunden, das ich gern verbreite. (:

Von Alexander, dem Platoniker, habe ich gelernt, niemals ohne Not zu sagen oder zu schreiben: Ich habe keine Zeit, und nie ein solches Mittel zu gebrauchen, um unter Vorwand dringender Geschäfte die Pflichten, die uns die Freundschaft auferlegt, zurückzuweisen. [Des Kaisers Marcus Aurelius Antonius Selbstbetrachtungen, Erstes Buch, 12.]

Erinnere dich, seit wie lange du die Ausführung verschiebst und wie oft dir die Götter günstige Gelegenheiten gegeben haben, die du unbenutzt gelassen. Du solltest es noch einmal empfinden, von welcher Welt du ein Teil bist und von welchem Herrn der Welt dein Dasein seinen Ursprung hat, dass die Zeit für dich schon abgegrenzt ist; und wenn du sie nicht auf die Seelenheiterkeit verwendest, so schwindet sie dahin, und du schwindest selbst dahin, und sie kehrt nie zurück. [ebenfalls aus den Selbstbetrachtungen, Zweites Buch, 4.]

(Passenderweise lese ich gerade ein Buch über Prokrastination, von einem der bekanntesten Blogger (Sascha Lobo) und der Geschäftsführerin der Zentralen Intelligenz Agentur für freie Kreative (Kathrin Passig).

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M. – eine Wiener Freundin, mit der ich leider länger keinen Kontakt hatte – schrieb mir von einer Collage, die ich ihr vor ein paar Jahren schickte. Ich wusste noch, dass darin ein süßes Kätzchen vorkam, aber nicht mehr, dass es hieß wie mein jetziger Freund. (:

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Auch Sprachunterricht kommt hin und wieder in meinen Briefkonversationen vor. In Singhalesisch, beispielsweise. Die liebe D. verriet mir in einem ihrer letzten Briefe: ‚Ich liebe dich‘ bedeutet ‚Mame oyate aderai‘. (Oder auch මම ඔඣට ආදඍධ/ so ähnlich.)

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Und man mag es kaum glauben – manchmal entdeckt man in alten Briefen auch reichlich Ungewöhnliches. Wie zum Beispiel in einem Brief von C., aus dem mein seit einem Jahr verschollener Impfpass auftauchte…

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[dazu gehört: Kate Nash – Mariella]

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 17. August 2010 in Andere Blogs, Blog, Musik

 

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