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Tag 18 am 18.4.

ACHTUNG: WEIL ICH VERGESSEN HATTE, DEN ARTIKEL VON GESTERN AUCH GESTERN ZU VERÖFFENTLICHEN, STEHT ER NUN HIER – OBERHALB DES ARTIKELS VOM 19.4.. WER DEN (WESENTLICH KÜRZEREN!) ARTIKEL VON HEUTE JETZT LESEN MÖCHTE, DER MÖGE RUNTERSCROLLEN ODER FÜR IMMER SCHWEIGEN.

Ich weiß nicht, ob sich so eine Parallelität nochmal in der Präabiphase einstellt, aber nett ist das allemal. Tag 18 ist der 18te. Hach. Da fällt mir ein, heute hat eine Exfreundin von mir (ich war mit ihr nicht ‚zusammen‘, ’nur‘ befreundet; macht dieses Jahr mit mir an derselben Schule Abi) Geburtstag. Sie wird das wohl nie lesen, aber: Happy Birthday! (; Auf dass auch deine Abivorbereitung ertragreich sein möge. Immerhin hat sie ja auch Spanisch-LK.

Womit wir schon mitten im Thema des Tages wären. Heute hab ich nach einer einigermaßen wachmachenden Dusche eine Spanisch-opinión geschrieben zum Thema „El periodismo: ¿plaga o bendición de nuestra época?“, welches – wie der geneigte Romanist natürlich sofort herausgefunden hat – auf Deutsch heißt: „Journalismus: Fluch oder Segen unserer Zeit?“ Ich hab irgendwas zu durchgeknallten Paparazzi bei Britney Spears und professionellen, glaubwürdigen Journalisten, die zur Meinungsbildung in nationalem und internationalem Kontext beitragen, geschrieben. Und dass man sich dann eben fragen soll, ob man lieber die neueste Ausgabe von „El País“ oder von „Hola“ (Regenbogenpresse) kaufen sollte. (Was nicht heißen soll, dass ich mir nie ein Modemagazin gekauft hab. *glucks* Manchmal braucht man dieses oft etwas weniger niveauvolle, aber einnehmende, locker-leichte Gefühl, wirklich ein Mädchen zu sein. XD) Zumindest hab ich versucht, mich mit nur zweieinhalb Argumenten kurz zu fassen.

Anschließend hab ich drei Texte gelesen und einen davon, weil ich ihn ein bisschen seltsam fand, übersetzt. Zugegebenermaßen mithilfe von leo.org, aber ich wollt’s halt perfektionieren. Das heißt nicht, dass er jetzt perfekt wäre, meine Übersetzungen klingen selbst dann holprig, wenn’s viele Punkte drauf gab. Aber ich stelle ihn einfach mal rein. Kurzgeschichte von Manuel Vicent (*1936).

MOTORRAD
Er kaufte das Motorrad, mit dem sein bester Freund gestorben war. Es war eine perfekte, wunderschöne, japanische Maschine. Nach dem Unfall hatte ein trübsinniger Vater sie zu niedrigem Preis zum Verkauf angeboten, doch er hatte nicht vor, sich an diesem Unglück zu bereichern. Er kaufte sie nur aus Liebe. Sie waren Schulfreunde gewesen. Sie hatten gemeinsam als Jugendliche die ersten sexuellen Erfahrungen probiert. Sie hatten die Welt entdeckt, in langen Stunden mit Musik. Sie hatten dieselbe Kaugummimarke gekaut, die gleichen Hamburger vertilgt, den gleichen Bogart nachgeahmt, das gleiche Rattengift getrunken, den gleichen Rockstar geliebt, auf die gleiche Langeweile gespuckt, das gleiche Stachelarmband zur Schau gestellt. Sie waren Kameraden. Zum Schluss waren sie auch durch dieselbe Geschwindigkeit vereint. Der Vater hatte seinem Freund ein Motorrad geschenkt, und sie fuhren immer mit zweihundert pro Stunde nach Nirgendwo, mit den Weichteilen dicht am gleichen Sitz, und niemand unterschied zwischen dem Schwindel und dem Wunsch, der Liebe am eigenen Körper oder an der Maschine, bis diese beschloss, sie zu trennen. Eines Tages sprangen sie durch die Lüfte. Sein Freund fuhr direkt zur Hölle, und er rettete sich wie durch ein Wunder. Doch er war nicht gewillt, das zu dulden.
Warum hatte das Motorrad seinen besten Freund getötet und wurde nun zu einem Spottpreis verkauft? Er fühlte sich gedemütigt. Zudem hatte er auch kein Geld, um sie zu kaufen. Er verbrachte ganze Abende damit, sie in diesem Schaufenster zu betrachten, und eine Welle der Bewunderung durchströmte ihm das Gehirn. Sie war perfekt, wunderschön, japanisch. Solange dieses Motorrad still blieb, würde seine Seele tot sein. Er ging mit den Händen in den Hosentaschen durch die Straßen der Stadt und dachte nur an die Möglichkeit, seinem Freund eine Hommage darzubringen. Die Einsamkeit brachte ihn eines Morgens zum Platzen. Er nahm ein Taschenmesser und zeigte damit auf die Kehle eines Juweliers. Er verkaufte eine schwere Handvoll Gold und Smaragde an einen PERISTA Hehler, und eine Stunde später betrat er das Geschäft mit den nötigen Scheinen. Er kaufte das Motorrad. Er streichelte es wie eine Geliebte. Er brachte es auf zweihundert pro Stunde, und als er die gewünschte Schwelle erreichte, entdeckte er im Rückspiegel das Gesicht des toten Kameraden, der ihn anlächelte. Bald überkam ihn die Dunkelheit der Rache. Dieses Mal hatte das Motorrad nicht einmal sich gerettet.
 

 

Wenn mir jemand sagen kann, was ein perista ist, freu‘ ich mich. (: Ich erfuhr’s heute (19.4.) im Unterricht. Kann mit dem Begriff in dem Kontext leider auch nicht viel mehr anfangen. *schäm* Die anderen Übersetzungsfehler, die ich noch feststellte, ignoriere ich einfach mal.

Ich glaube, die profesora hat ein kleines Faible für leicht sexuell Anrüchiges. In Französisch und Englisch und dem Spanisch der Vorjahre ist so etwas auf jeden Fall nie aufgetaucht (unser Elftklasslehrer aus Madrid war aber auch extreeem verklemmt XD Diese prüden Spanier immer), und nu haben wir in der Kollegstufe auch schon ‚Como agua para chocolate‚ gelesen, das sich in der deutschen Variante in unserer Gemeindebücherei unter dem Thema ‚Erotik‘ wiederfindet… Ganz so erotisch fand ich es dann allerdings auch nicht. O.o Dann schon eher zum Thema ‚Kochen‘. ^^

Gestern (Tag 19) war übrigens relativ unspektakulär. Ich hab…

  • bis drei Uhr Nachmittags geschlafen
  • in ‚Axolotl Roadkill‘ gelesen
  • mich vor dem Besuch meiner Eltern versteckt
  • einen Scilla-Soundtrack zusammengestellt (Scilla ist einer meiner Rollenspielcharaktere im Hogwartsplay; Slytherin und herrlich klar wie Quellwasser. Allerdings ist sie derzeit wohl unlogischerweise verliebt in einen Schönling, und noch dazu steht der lesbische Teil des Schlosses auf sie XD) und
  • ein RPG-Posting für sie verfasst
  • mich mit meinem Freund per ICQ ‚gezofft‘ (so wirklich war’s das auch nicht, ich hab mich bloß etwas echauffiert wegen ständiger Missverständnisse und war plötzlich schlechter Stimmung)
  • mich über dasselbe Medium mal wieder mit Biologe Montalaar unterhalten, den ich über Maisverdruss kennen gelernt hab (das wäre auch mal einen Extraeintrag wert!)
  • querbeet Kram gegessen
  • und zu guter Letzt mit meinen Eltern im Fernsehen einen Film angeschaut. „Eine französische Hochzeit„, sehr empfehlenswert. Es geht in der Tragikomödie um eine französische Hochzeit (tatsächlich!), bei der ja mal sowas von der Wurm drin ist. Generell wird dauernd von den Gästen darüber geredet, wie bescheuert es doch eigentlich ist, zu heiraten, was den Brautleuten natürlich besonders positiv aufstößt… Allerdings auch kein Wunder bei den geschiedenen Brauteltern, von denen der Vater auch noch zugibt, zu heiraten, um mit den Frauen ins Bett zu steigen. Auch die miteinander verheirateten Trauzeugen trennen sich noch vor der kirchlichen Heirat, nachdem die Frau ihrem Gemahl eröffnet, dass sie ihn seit einigen Monaten betrügt. Die Qualitäten des Letztgenannten kommen noch besser zur Geltung, als er kurz vor dem Jawort feststellt: Hoppla, die Ringe sind weg! Schnurstracks wird ein später noch bedeutungsvoller Transvestit angerufen, der etliche Kilometer mit dem Taxi anreist, um die vergessenen Stücke zu bringen, und vorübergehend muss das Brautpaar dann halt mit den Eheringen der mittlerweile Ex-Trauzeugen Vorlieb nehmen, immerhin wollen die sich ja wieder scheiden lassen… Der Humor kommt bei alledem nicht zu kurz: In der einen Minute lacht man über jeden zweiten Satzfetzen (ich zumindest ^^“), in der nächsten allerdings erstarrt man angesichts des Dramas. Und das Ganze hat trotz der Verruchtheit der Gäste eine am Ende deutlich werdende Moral…

¡Hasta mañana!, en la vieja frescura.

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We will be victorious

Muse – Uprising

[20]

Das siegreiche Lächeln steht mir wohl noch ins derzeit relativ verschandete Gesicht geschrieben. Chemie läuft gut, Reli und Deutsch sind in Ordnung, unser aufopferungsvoller Biolehrer hat sich mit Halsschmerzen und was er sonst noch mit sich herumschleppt für uns LK-Leute in die Schule gekämpft, und die Französischklausur scheint gut gelaufen zu sein. In meinem Lieblingsfach gibt’s sogar mündlich 15 Punkte dieses Halbjahr. Ich fühl‘ mich toll!

Am Wochenende sind Abiaufgaben dran. Auf jeden Fall eine in Spanisch, am Besten auch noch in Französisch und vielleicht sogar Bio. Zudem wäre ein Anfang mit dem Spanischreferat (das Letzte, so wirklich das Allerletzte!) löblich. Aber es gibt ja auch noch wichtigere Dinge, wie das letzte Zitat für den Frühlingsmädchenwettbewerb im Hogwartsplay herauszuknobeln. XD

Und ich bekam das Hegemann’sche ‚Axolotl Roadkill‘ von einer Freundin ausgeliehen, die das im Deutsch-LK lesen musste. Mal sehen, ob ich mich doch mit dem pseudointellektuellen Gekotze anfreunden kann, immerhin soll das bei mir auch vorkommen. :x Ich bezweifle es eher, aber wenn man etwas ordentlich beurteilen möchte, genügt es eben oft nicht, sich lediglich Meinungen anderer zuzuführen und eventuell gleich zu übernehmen. Genauso, wie es zu manchen Texten sinnvoller ist, sich Hintergrundwissen und ein paar andere differenzierte Stellungnahmen zu besorgen.

Ist es nicht süüüß? ^_^ Jetzt muss ich an ‚Verschlossenes Lachen‘ von Chapeau Claque denken.

Ach, und wenn wir schon bei kontexttechnisch etwas abseitigeren Themen sind: Mein rotes Matrjoschka-T-Shirt ist so stylish!

Um noch zu etwas Konstruktiverem zu kommen: Den bereits erwähnte Ratgeber ‚Survival Tipps für Studienanfänger‘ (jaja, ich hätte ‚Survivaltipps‘ geschrieben…) würde ich noch gern empfehlen. Hier erst mal der Amazon-Link. Die Covergestaltung ist, wie die Illustrationen im Buch selbst, etwas seltsam. Inhaltlich wurd’s von mir allerdings für brauchbar empfunden – kein sinnloser Phrasenratgeber, sondern einer mit konstruktiven Ansätzen, die natürlich in Ausführung und Einzelheiten zu personalisieren sind. Dass die Autoren Praxiserfahrung haben, ist an einigen Stellen herauszulesen – bei den Schreiberlingen handelt es sich im Übrigen um eine sechsköpfige Clique BWL- und Jurastudenten aus Deutschland, Österreich (!) und der Schweiz mit dem Pseudonym Cammis, das aus den Buchstaben der Vornamen zusammengesetzt ist. Auf so etwas stehe ich ja persönlich. (: Und in diesem Fall gehören ein paar niedliche Schweizer Nachnamen dazu…

In dreizehn Kapiteln, die hier sicher kein Unglücksfall sind, werden unterschiedlichste Bereiche des Studentenlebens beleuchtet. Einerseits geht es um allerlei Logistisches, das rund um ein Studium meist zu bewältigen ist, andererseits auch um Freizeitgestaltung, Beziehungen und Psyche. Das Ausziehen wird ausführlich behandelt und verschiedene Optionen dargestellt (pendeln, eigene Wohnung, WG) und auch mit familiären und Freundesproblemen in Zusammenhang gebracht. Geld- und Lernmanagement sind genauso Thema wie Ängste während des Studiums, das Liebesleben und die berühmt-berüchtigte Studentenernährung – und zuletzt werden auch Beziehungsnetzwerke angeschnitten, denn die stellen mittlerweile (leider) einen wichtigen Aspekt beim Erklimmen der Karriereleiter dar.

Zwei kleine Tests sind dabei, zum eigenen Umgang mit Geld und dem Planungstyp. Nun ja, nachdem ich die Fragen (bzw. Aussagen) zu letzteren Test für mich beantwortet hatte, wurde mir rückwirkend dann auch klar, wie jemand kategorisiert wird, der die Referate immer am Abend vorher erledigt… *hüstel* Humorvoll ist das Ganze meiner Meinung nach auch, da brauche ich nur das Beispiel ‚Quickie auf der Unitoilette‘ zu nennen, das unter dem Unterpunkt ‚Beziehungsweise(n)‘ nach ‚Eine Beziehung oder Affäre mit dem Prof‘ in zwei Sätzen besprochen wird. XD

Eine Handvoll Links und Literaturtipps gibt es ebenfalls dazu, bei denen mich besonders Anna Gavaldas ‚Zusammen ist man weniger allein‘ überraschte. Das ist auf alle Fälle auch lesenswert. (: Ob es allerdings bei der WG-Planung hilft, ist eine andere Frage. *glucks*

 
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Verfasst von - 16. April 2010 in Blog, Hogwartsplay, Musik, Printmedien

 

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Der Tag der letzten Schulklausur.

[22]

Ein Drama in etwas mehr als vier Akten. Hintergrundmelodie: Amy Winehouse – Valerie (weil ich es gerade höre) Outkast – Hey ya (weil es der letzte Song war, den ich heute früh vor dem Betreten des Schulgeländes – Massenspeichermedien verboten! – hörte). Klingt, als wäre ich ziemlich mainstream, aber manchmal muss Popkultur einfach sein, und so will ich auch noch mindestens eine Jelinek-Schrift lesen. (Nachdem ich gestern ein bereicherndes, Interesse weckendes Referat über sie und ‚Ein Sportstück‘ hörte und der Wien-Plan auch diesen Tag überlebt hat.)

[Vorspann]

Gestern kam ich auf dem Heimweg nicht nur an der Packstation, sondern auch an der Apotheke vorbei. Ich wollte mich erkundigen, was es so für Mittelchen gegen Overkill in den letzten Tagen vor den Abiprüfungen gibt. Die gute Apothekerin wollte mir das erst mal abschwatzen, à la ‚Da braucht man doch keine Angst zu haben‘, und sie wird ja wissen, wovon sie spricht, auch, wenn ihr Abi wohl schon ein Weilchen her sein wird. Allerdings ist eine solche Panik ja nicht gerade mit Rationalität zu bekämpfen… Sie sah mal nach – nach etwas, das auch nicht müde macht, wäre ja eher suboptimal – und fand etwas Pflanzliches mit Namen VIVINOX DAY (Beruhigungsdragees). Ganz billig ist das nun auch nicht, gut 8 €. Deshalb werde ich mir das auch nochmal überlegen und eventuell auf die von ihr vorgeschlagene Alternative zurückgreifen: Tee mit entsprechenden Wirkstoffen trinken. Melisse soll beispielsweise passen, „Baldrian und Passionsblume schmecken nicht“.

[Akt 1]

Das Drama erreicht seinen Höhepunkt, der bereits im Titel anklingt, bereits ganz zu Anfang und verschießt so unmittelbar den Großteil des Pulvers, sodass der restliche Tag eher mit den Adjektiven ‚dröge‘ und ‚ermüdend‘ zu beschreiben ist. Aber wir wollen ja nicht zu viel vorwegnehmen. Ein Raum – 210 -, in dem an beinahe jedem Tisch ein Schüler sitzt (wobei die Maskulinität sich auf ein Individuum konzentriert; für Österreich muss ich mir angewöhnen, immer die weibliche und männliche Form zu nennen, scheint dort beliebt zu sein).

Mme K.: Ja, wo bleiben denn die anderen?

Schülerin: Vielleicht haben sie nicht auf den Vertretungsplan geschaut und wissen nicht, dass wir schon in der ersten Stunde in diesem Raum mit der Klausur anfangen. Stand das überhaupt gestern schon in der 2. Pause dran?

Andere Schülerin: Jaah…

Weitere Schülerin: Sie können ja eine Durchsage machen lassen.

Wieder andere Schülerin: Wenn das was bringt; immerhin könnten sie ja auch die erste Stunde frei haben. (lacht)

Übrige Schülerin (in ironischem Tonfall): Ich bin ja so gut vorbereitet…

Mme K. (im Sekretariat anrufend): K. hier, können Sie bitte eine Durchsage machen, mir fehlen noch Schüler… Die Klausur in meinem Französischgrundkurs findet jetzt in der 1. und 2. Stunde in Raum 210 statt. Das ist ganz wichtig, in Raum 210! – Ja? – Vielen Dank!

(Die entsprechende Durchsage erfolgt. Zwei Minuten später kommt eine Schülerin außer Atem hereingestürmt.)

Außer-Atem-Schülerin: Huh… Ich wusste nicht, dass wir jetzt schon schreiben… Zum Glück bin ich schon zur Ersten gekommen, ich hätte eigentlich frei gehabt! (Nimmt an einem leeren Platz Platz.)

Andere Schülerin: Und was machen wir mit den beiden aus der 12. Klasse, die müssen doch auch mitschreiben, oder?

Wiederum andere Schülerin: Ja, klar.

Mme K.: Also, wir fangen jetzt mal an, und wenn sie später noch kommen, können sie sich ja dazusetzen und etwas länger schreiben. (Teilt die Blätter aus.) Den Kopf kennt ihr ja… (Schreibt ihn dennoch nochmal an die Tafel. Es handelt sich hierbei um keinen handelsüblichen, sondern um einen Klausurkopf, der Informationen über Kurs, Datum, Name und ähnliches enthält und oben an einem Klausurenblatt angebracht wird.) Ich denke mal, bis zum Gong werdet ihr locker fertig werden!

Andere Schülerin (verfällt dem Tonfall nach bereits in leichte Panik): Sie meinen aber den Gong nach der zweiten Stunde, oder?!

Mme K.: Ja, ja, natürlich! Also, viel Erfolg.

Konzentriertes Lesen. Der wieder anderen Schülerin fällt auf, dass sich in dem Text ein >.<-Smiley findet, bedingt durch die im Französischen anders geformten Anführungs- und Schlusszeichen. Sie lächelt, wickelt ihre Beine in einen Schneidersitz und beginnt mit der Bearbeitung der Aufgaben. Nach dem Gong zum Ende der ersten Stunde.

Andere Schülerin keucht gestresst.

Von außerhalb des Klassenzimmers sind leise Stimmen zu vernehmen. Nach dem Gong zum Ende der zweiten Stunde klopft es an der Tür, die beiden fehlenden Zwölftklässlerinnen erscheinen.

K12-Schülerin (in gleichmütigem Ton): Oh, ihr schreibt schon? Ich wusste gar nicht, dass wir jetzt schon anfangen sollten.

Mme K.: Es stand auf jeden Fall am Vertretungsplan; habt ihr die ganze Zeit draußen gewartet? Warum seid ihr nicht reingekommen?

K12-Schülerin: Wir wollten nicht stören. (Lässt laut eine Kaugummiblase platzen.)

Mme K.: Aber nicht so schlimm. Dann schauen wir mal, wann ihr morgen zum Nachschreiben Zeit habt…

Hach, ich mag meine Frau K. … X3 Und die Klausur war okay.

[Akt 2]

Die Freistunde vergeht mit Freundinnengesprächen, Mathe ist furchtbar langweilig, doch die wieder andere Schülerin wird immerhin nicht abgefragt, ist dennoch einige Male irritiert, als ihr Vorname fällt, der von drei weiteren Schülerinnen im Raum getragen wird, von denen zwei mit abgefragt werden. Spanisch ist ebenfalls ermüdend, die wieder andere Schülerin kann nur schwer unterdrücken, in ihrem heruntergekommenen Schulrucksack nach Alice zu angeln. Immerhin ist das ihr LK, in dem sie bald Abi schreibt… Und da wäre dann noch Religion, in dem über das gleichnishafte Emmaus, sehen und erkennen, Saulus, Paulus, die Römer (die nicht die Römerbriefe schrieben) und die Authentizität der wie eine gespaltene Persönlichkeit erscheinenden Figur in diesem Kontext sowie Eschiatologie gesprochen wird, bevor es an die Herausgabe der Klausur geht. Guter Schnitt (10,1), für die wieder andere Schülerin immerhin 12 Punkte.

[Pause]

[Akt 3]

Nach der Pause folgt die Pause. Es wird sich zum Pausenverkauf beeilt, und weil man früher aus dem Klassenzimmer im zweiten Stock entlassen wurde, schafft es die wieder andere Schülerin auf den zweiten Platz. Nach ihr die Sintflut in Form von menschlichen Körpern, die sich über ihre etwas später dazugestoßene Freundin wälzen und ihr „sämtliche Körperteile in den Rücken rammen“. Die wieder andere Schülerin verzehrt ein Schnitzelbrötchen, dessen Inhalt sich entspannt aus dem Brötchenbett schiebt. Die Gespräche am Tisch beinhalten Einlaufmusik (welch hässlich konotiertes Wort!), Physik, die Anmarkermanie der Freundin und den Müllhaufen in der Mitte der Aula, mit dem auf den vielen herumliegenden Müll aufmerksam gemacht werden soll.

Eine neue Schülerin am Schauplatz: Wäre es nicht besser, den Müllberg da in der Mitte zu lassen, und jeder schmeißt seinen Kram einfach da hin? Das scheint ja besser zu klappen.

Man verabschiedet sich in eine zweite Stunde Mathe, in der die Hesse-Normalform betrachtet wird und sich die wieder andere Schülerin über die Vorstellung an ihren aus Hessen stammenden Freund (der, wie sich später herausstellen soll, die Hesse-Normalform gar nicht kennt X_x), der zeitweise Hessisch spricht („Ei, …!!!“), zumindest für fünf Minuten gut amüsiert. Nun geht es an eine weitere Naturwissenschaft. Die Unterrichtsstunde Chemie enthält bereits eine Anspielung auf das darauf folgende Sport, da es mit dem Verbrennen von Kunststoffen an die kommende Verbrennung der Sportschuhe vorauserinnert. Ansonsten ist die Unterrichtsbeteiligung der wieder anderen Schülerin relativ rege; sie spekuliert auf eine Mitarbeitsnote oberhalb der 11 Punkte, um auf 12 im Halbjahr zu kommen.

[Akt 4]

In ‚Gymnastik und Tanz‘ darf man sich erst einmal mit etlichen Runden und verschiedenen Krafttrainingsmethoden verausgaben. Hierzu werden die Requisiten ‚kleiner Medizinball‘ und ‚Langbank‘ benötigt. Die sportliche Unfähigkeit, Kraft- sowie Konditionslosigkeit der wieder anderen Schülerin wird glorreich unter Beweis gestellt. Sit-ups auf dem harten Hallenboden sind aber auch gemein. Der Sporttest ergibt für diese Schülerin 6 Punkte, und weitere 0 Punkte kommen hinzu, als sie sich mit ihren Gruppengefährten dazu entschließt, den nur partiell bestehenden, miserabel geübten und generell absolut albernen (selbst zusammengestellten!) ‚Tanz‘ der Öffentlichkeit aka der Sportlehrerin zu enthalten. Besonders der einzige Kerl in der Gruppe drängt darauf… und dem Rest ist’s egal, auch wenn eine der Mitgliederinnen das Halbjahr einbringen muss. Im Laufe des sich ergebenden Gesprächs mit der Lehrerin, die das Nichtvortanzen glücklicherweise nicht als Beleidigung auffasst, erfahren die Anwesenden, dass Frau T. zunächst Medizin studierte, dies bald abbrach, da das erste Semester lediglich aus Auswendiglernen bestand, und sich nun über diesen Schritt ärgert, weil sie mehr wissen will. Dies macht sie für die wieder andere Schülerin sehr sympathisch. Besonders, als Frau T. auch die Enttäuschung über die 0 Punkte der wieder anderen Schülerin kundtut, da sie sie für einen ‚Balletttyp‘ hält. X3

Der Rest der Vorstellung wurde aufgrund von übermäßiger Handlungslosigkeit gestrichen.

Mein Sinn für Vollständigkeit wird mich davon abhalten, kurze Einträge zu verfassen. Außer, ich schaffe es nicht, die für viele sicher langweiligen Geschehnisse in meiner Weise aufzubauschen. (:

ARGH! Welchen Einlaufsong soll ich nehmen?!

Und – verdammt, ich bin grade so nicht mehr pünktlich. XD Aber ich hab meine letzte Schulklausur geschrieben – jieäah!

 
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Verfasst von - 16. April 2010 in Blog, Musik

 

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Tag 22

…und gleich entschwinde ich schon zum Französischlernen, weil ich dafür (Klausur morgen) noch nichts tat. O.O Außer vielleicht ’ne Seite in Alice lesen, aber ich stellte schon zu meinem Leidwesen fest, dass das Englische wesentlich verständlicher ist.

Die erste Stunde brachte gleich die beste Nachricht des Tages – 14 frickin‘ points in der Chemie-Ex! Meine beste Note zum glorreichen Schluss. Was aus der heute geschriebenen Recht-Ex wird, kann ich allerdings noch nicht sagen. Zumindest nicht allzu schlecht, vielleicht kann ich ja sogar meine mündlichen 11 Punkte halten?! Und dann gab’s noch die Geschichte-Klausur raus, auf die ich nicht wirklich lernte, da das Semester nicht einzubringen ist. Entsprechend: Schulterzuckende 7 Punkte.

Meine Schulfreundin war heute leider mal wieder krank und es wirkte alles etwas trübe, weil ich keine guten Alternativen hatte. Sonst macht so ein Tag ja auch oft noch Spaß… Immerhin kam ich nach der Schule auf dem zu-Fuß-Heimweg endlich an der Packstation, wo ich mir ein weiteres verspätetes Geburtstagsgeschenk angelte. Und es passt sogar zum Blog, ist nämlich ein Pik-Anhänger. X3 Zudem erhielt ich gestern ein original Pariser Armbändchen mit drei kleinen Eiffeltürmen daran – nachdem ich kürzlich auch einen Eiffelturm-Anhänger für mein Bettelarmband sowie eine Halskette mit Turm, Herz-Medaillon (*schwärmschwärmschwärm*) und einer kleinen Schwalbe geschenkt bekam, bin ich in dieser Hinsicht wohl gut versorgt!

Fragt sich nur, ob ich dieses Jahr überhaupt in meine Lieblingsstadt komme oder nicht doch lieber in die entgegengesetzte Richtung schweifen sollte, immerhin hab ich derzeit auch vor, in Wien zu studieren, und da sollte ich mein Reisegeld eher dafür aufsparen. Oder? Vorhin sah ich mich noch etwas mehr auf der Uniwebsite um. Klar ist jetzt immerhin, dass ich vermutlich keine Studiengebühren (nur einen kleinen ÖH-Beitrag, der was anderes ist, aber dazu bald vielleicht mehr) zahlen muss. +. Allerdings auch, dass die Miete in den Wohnheimen nicht die Allerniedrigste ist. Außerdem wurden kaum echte Einzelzimmer angeboten (zumindest stand kein Preisangebot dabei); es wirkt, als wären die Varianten ‚Platz im Doppelzimmer‘ und ‚Einzelzimmer in Wohngemeinschaft‘ (also das Teilen eines Bades mit 3, 4 Mitbewohnern innerhalb des Wohnheimes) verbreiteter. Bei der vermutlich günstigsten – dem Platz im Doppelzimmer (ob das auch funktioniert, wenn man sich allein ohne Vorhandensein eines ‚Raumpartners‘ anmeldet? Und wenn ja, wäre das was für mich?) – kommt man monatlich auch nur selten unter 200 €. .

Montag bekam ich auch einen guten Studentenführer, zu dem ich demnächst noch kommen werde, und einen kleinen Topf Nelken nachträglich zum 19ten. Und wenn die Nelken es über’s Abi bei mir überleben, wird’s auch was mit dem Studium, orakele ich! Also: Go, Lernnelke!

 
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Verfasst von - 14. April 2010 in Blog

 

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Freitags-Füller

Mit einer sehr unkreativen Überschrift zeige ich auf eine sehr kreative Aktion. Zum Selbermitmachen. Jieäah!

Also, der Freitags-Füller ist offenbar eine Aktion von scrap-impulse. Die, wie der Name schon andeutet, als Hauptthema wohl das Scrapbooking hat. Auch eine sehr schöne Sache, von der ich mal erzählen könnte, aber da ich eigentlich grad einen Deutschaufsatz schreiben sollte (ach, was sind schon Ferien! *theatralisches kopfwegdrehen*), versuche ich mich, zu zügeln. Immerhin gibt’s ja tolle Suchmaschinen…

(Alternativen zu Google: Forestle und Znout! Damit kann man für Regenwaldrettung und CO²(ja, ich weiß, man schreibt sie unten… aber meine Tastatur bietet mir nur das als Schnelllösung an, und Bio ist eh toller als Chemie)-neutrale Websuchen sorgen, hübsche Aktion. Wer mehr dazu wissen mag: *klick* bzw. *klick*. Manko: Es kommen nicht dieselben Suchergebnisse wie bei der ‚Original-Googlesuche’… Aber die ändert sich ja selbst ständig.)

…, die über das Thema informieren, und nicht zuletzt die Seite selbst. Auf dieser steht aber nicht nur Scrapbook-Kram, sondern unter anderem auch die besagten Freitags-Füller. *klicken für ein Beispiel vom 30.10.2009*

Ein Miniausfülldings also, Textimpulse zum Weiterschreiben, Reflektieren und ein bisschen Kreativsein. Es ist zwar nicht Freitag, aber ich fand’s so eine süße Idee…

Und bin natürlich draufgekommen, weil ich mich mit meinem Aufsatz beschäftigt habe… nicht. Ich wollte nuuur kurz nach meinen Mails schauen, da war ein unglaublich verhängnisvoller DaWanda-Newsletter dabei. >__<‚ (Über DaWanda muss ich dringend noch berichten, ganz kurz: Eine Plattform, auf der Hobby- und Profikünstler/ -bastler/ -näher/ -sonstwasmacher ihre schönen Dinge zum Verkauf ausstellen. Die göttlichsten Sachen findet man da, ich sag’s euch.) Und da war so eine geniale Idee dabei, ich kann gar nicht aufhören zu schmachten. Ein Adventskalender-Buttonset. *rumhüpf* Ich wurde dazu gezwungen, es zu kaufen! Ehrlich!

Auf jeden Fall kommt diese Wunderbarheit von Anne Svea, die auf ihrem Blog auch einen Freitags-Füller ausgefüllt hat. (Und der derzeit erste Artikel zeigt die Buttonsets! Aww!)

Und nachdem ich jetzt noch gaaaanz kurz (!) in meine Mails geschaut hab, ob denn vielleicht schon eine Antwort da ist (Einkauf bestätigt! Woaaah!), werde ich essen gehen und meinen vermaledeiten Aufsatz fertig machen. Ja, Innstetten, ich mach‘ – dich – fertig! Ò.ó

Ähem. Liebe Grüße in die Runde! v^_^“

 
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Verfasst von - 4. November 2009 in Andere Blogs, Kaufen

 

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Knuddeln mit Kroko

Hier kommt Teil 2 meiner kleinen Alternativkuscheltierreise. Dazu beamen wir uns mit unserer Zeitreisemaschine zunächst ins Jahr 2005, zumindest so ungefähr. Eine neue AG wurde an meiner Schule ins Leben gerufen – die AG Psychologie. Liebevoll auch ‚Psycho-AG‘ genannt. Die AG-Leiterin und passenderweise gleichzeitige Schulpsychologin führte uns (mich zumindest etwa ein halbes Jahr lang ^^‘) durch die Tiefen der menschlichen Psyche – oder ließ uns zumindest einen Blick auf interessante Facetten dieses wissenschaftlichen Bereiches werfen. Ich stellte fest, dass ich mir den Namen ‚Freud‘ nicht besonders gut merken konnte, noch immer nervös war in einer Runde ziemlich unbekannter Menschen, die noch dazu vorwiegend in höheren Jahrgangsstufen angesiedelt waren, und schlug mich mit meiner Kreativität dennoch gut beim Kennenlernspiel. Und irgendwann, am Ende einer Stunde, erwähnte sie eine besonders tolle wie süße Website. Und wer jetzt gut kombinieren kann, der erkennt, welche es sein muss… Ja, richtig, es war…

Paraplüsch! Damals hatte ich zwar noch keinen häuslichen Zugang zum Netz, aber einige Zeit später, als dem dann so war (wir springen wieder in die Zukunft), erinnerte ich mich an diesen interessanten Hinweis – und siehe da, er entpuppte sich als Quell der Freude. ^^

An dieser Stelle empfiehlt es sich, eine Beschreibung der Website anzubringen. Paraplüsch ist, in einem Satz gesagt, eine virtuelle Praxis für misshandelte Kuscheltiere. Der Benutzer spielt dabei den behandelnden Arzt – nachdem er von der Startseite auf ‚Spiel‘ geklickt, seine Sprache ausgewählt und durch das Intro von seinem Glück erfahren hat. Zuerst geht es daran, die Anstalt und anschließend den Aufenthaltsraum hinter der Schwester zu betreten, um sich einen Patienten auszusuchen. Da hat man die Wahl zwischen…

  • Dolly, dem Schaf mit der Identitätsstörung, da es sich zeitweise für einen Hund oder Wolf hält,
  • Sly, der Schlange mit den Halluzinationen, die ganz eingenommen von ihrem Schwanz ist (ein Schelm, wer dabei Böses denkt!),
  • Kroko, dem neurotisch-ängstlichen Krokodil, das sich nicht von seinem Kissen trennen möchte,
  • Lilo, dem Nilpferd, das nicht damit aufhören kann, ein hölzernes Puzzle zu lösen, und
  • Dub, der sportlichen Schildkröte, die jedoch in eine Depression abgestürzt ist.

Über das Klemmbrett steuert man den Fortlauf der Behandlung. Möchte man den Patienten zunächst einer Traumanalyse unterziehen, oder soll’s doch lieber die Maltherapie sein? Die Reaktion des Kuscheltiers folgt auf dem Fuße, und ob sich die Maßnahme nun positiv oder negativ auf die Psyche ausgewirkt hat, kann man zusätzlich über die Anzeige unter dem Patientennamen ablesen. Alles noch im grünen Bereich, oder schon so schlimm, dass man den Elektroschocker unter dem Bett ausgraben sollte? Auf jeden Fall stellt die Supervision als psychologische Einschätzung eine Hilfestellung für die Unsicheren dar.

Entsprechend ihrer seelischen Verfassung stellen die verschiedenen Kuscheltiere auch verschiedene Schwierigkeitsgrade dar, aber es ist natürlich abhängig vom Arzt, mit welchem man am Besten klar kommt und welche Vorkommnisse man am schnellsten verstehen kann. (:

Wenn man dann richtig fasziniert ist von Spiel und Charakteren und/ oder ein hübsches Geschenk für einen Freund sucht, hat man die Möglichkeit, einen der Patienten für 29,90 € (oder gleich alle – 129,90 €) käuflich zu erwerben, wozu man logischerweise den ‚Shop‘-Link auf der Hauptseite anwählt. (Dazu kommen übrigens 4,90 € Versandkosten innerhalb Deutschlands.) Nicht besonders günstig, aber manchmal muss man sich einfach mal was gönnen. Und
guten Freunden kann man zur Abwechslung auch nicht nur Küsschen geben, sondern ein süßes Kuscheltierchen mitbringen, das man seelisch wieder aufpäppeln darf. (:

Üüübrigens vergaß ich, die Preise zu den Riesenmikroben zu erwähnen. Die sind ein Stück billiger als die Paraplüsch-Familie, besitzen dafür aber auch nicht so hohen persönlichen Kultstatus wie Dolly & Co. (: Auf jeden Fall gibt’s sie ab 7,95 € (Versand über die riesenmikroben.de-Seite innerhalb Deutschlands als DHL-Warensendung: 2,98 €), wofür sie 5-7 Zoll groß sind. Zudem sind manche Arten auch als kleinere Versionen zu dritt in einer ‚Petrischale‘ erhältlich, was 12,95 € kostet, oder sogar als Riesenriesenmikroben mit Ausmaßen von 15-20 Zoll (24,95 $ – die Version hab ich im Onlineverkauf nur auf der amerikanischen Seite gefunden).

 
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Verfasst von - 15. August 2009 in Kaufen, Spielereien

 

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Kuscheln mit Coli

Kuscheltiere kennt und liebt jeder. Zumindest liebte man mal – als Kind, vor langer, langer Zeit – den Kuschelteddy, ohne den das Einschlafen unmöglich war, das Pferdchen, in das schon der große Bruder gesabbert hat, und den Plüschtiger, der irgendwann beim Spielen im Sandkasten verschwunden ist. Oder aber später das Schießbudenkaninchen, das einem der erste Schwarm auf dem Volksfest geschenkt hat. Wer keine solche Vergangenheit aufzuweisen hat oder die Tradition fortsetzen will, dem seien ganz neue Formen der kuscheligen Begleiter vorgestellt. (:

In Teil 1, dem Beitrag, den ihr gerade lest, kommt die Biologin in mir durch – ich präsentiere mit einem dreifachen Tusch die Riesenmikroben! Stofftiere in Form von Kleinstlebewesen, die wir sonst nur vom Arzt oder aus dem Biounterricht kennen. Man mag gar nicht glauben, wie putzig einen da das Pfeiffersche Drüsenfieber anblinzeln kann! Aber lieber der Reihe nach.

Die Riesenmikroben stammen, wie so viel neumodisches Zeugs (haha, da spricht die innere Oma?), eigentlich aus den USA. Da ist auch ein größeres Sortiment der Viecher erhältlich (auch die Schweinegrippe), erreichbar über Giantmicrobes. Doch im Prinzip ist es natürlich dasselbe. Wir haben die Untergruppen…

  • Health (Gesundheit) – natürlich sind die meisten nicht gerade gesund, deswegen ein seltsamer Name, aber hier finden sich die Standardkränkeleien wie Erkältung, Husten und Magenschmerzen
  • Maladies (Krankheiten), z.B. Fußpilz, Mundgeruch, Akne
  • Exotics, z.B. Bierhefe, Penicillin
  • Calamities (Miseren), z.B. der Schwarze Tod
  • Critters (Kriechtiere), z.B. Bücherwurm, Kopflaus
  • Aquatics (Wasserlebewesen), z.B. Rotalgen
  • Venereals (Geschlechtskrankheiten), z.B. Herpes, Syphilis
  • Alimentaries (Nahrungsmittelbefallende), z.B. E. Coli, Salmonellen
  • Corporeals (körpereigene Wesen), z.B. Gehirnzellen, Fettzellen, rote und weiße Blutkörperchen, seit neuestem auch Eizelle und Spermium
  • Aerials (Luftviecher), z.B. Moskito
  • Menageries (frei übersetzt der Streichelzoo), z.B. Tollwut
  • Tropicals, z.B. Malaria
  • Ambulatories, z.B. Lyme-Borreliose
  • Infirmaries (Krankenhäuser? WTF? Vielleicht Erreger, wegen derer man ins Krankenhaus muss… aber das können doch wieder alle sein…), z.B. Windpocken, Lungenentzündung
  • Professional, z.B. HIV, Hepatitis
  • und zu guter letzt Medical, wo man den Riesenmikroben-Seifenspender in Form der lieben Erkältung findet.

Drauf gekommen bin ich natürlich über eine Ex-Biostudentin, die in einem wissenschaftlichen Zentrum werkelt und schon eine ganze Riesenmikroben-Gang im Büro hat. Ich bin dabei, auch eine kleine Familie anzusammeln – und in der Welt zu verbreiten. (:

Ronnie
Das hier ist Ronnie, die Nervenzelle (oder auch Neuron, deshalb der Name; kennt jemand von euch zufällig noch den Ronnie oder Ronny Bennett aus dem Englischbuch der ersten Lernjahre? *glucks* Er hat mit den Pearsons in einer Straße in York gewohnt… hier kann man ein paar mehr Informationen einholen und in Erinnerungen schwelgen, allerdings sagen mir die Französischleute eher weniger was, ich kenne da nur Arthur le perroquet… et boum – c’est le choc!). Meine allererste, von besagter Biologin geschenkt bekommen. Ich finde, wenn man ihn so rum betrachtet, sieht er aus wie ein Elefantenkopf. ^^

E. coli

Dann mein jüngster Erwerb, E. Coli! Das Schildchen hängt sogar noch dran. Es hat so ein süßes Lächeln und einen treuen Blick… *g* Die Fäden hab ich sogar schon mal geflochten (die Anzahl ist, wie ich festgestellt hab, passenderweise durch drei teilbar, das war sicher mit einkalkuliert), ergab auch ’ne hübsche Frisur. (:

Halsweh

Und dieses süße Schätzchen, das Halsschmerzerreger ist, geht irgendwann mal an eine Bekannte. (: Farblich gesehen mein Liebling!
HIV

Zuletzt zeige ich noch ein Weihnachtsgeschenk an meinen Freund. An der roten Schleife dürfte erkennbar sein, was es ist. *thihi* Es hat so einen niedlichen Hundeblick drauf… da will man sich gleich infizieren lassen. *hüstel* [realmodus]Nein, will man eigentlich nicht. AIDS will niemand haben. Leute, schützt euch davor und benutzt Kondome beim Sex![/realmodus]

Wer sie nicht über’s Internet bestellen will, sollte sich in den umliegenden Thalias (ich hab gehört, da gibt’s vereinzelt welche) und Comicläden umsehen. Für den Raum Nürnberg preise ich den Ultra Comix in der Vorderen Sterngasse an – der ist nicht nur an und für sich richtig toll, sondern hat in Bezug auf die Riesenmikroben auch eine große Auswahl! X3 (Auch, wenn ich das letzte Mal darum gebeten wurde, meine Brezel oder was auch immer ich grad gefuttert hab doch draußen fertig zu essen… sorry. >.< War aber auch irritierend, so eine Stimme von hinten beim Reingehen: ‚Na, wer isst denn da?‘ Ich dachte erst, er wolle sagen: ‚Na, wer ist denn da?‘ – und hab mich gefragt, woher der Kerl mich kennt. O.o‘ Uuuh, Ausrutscher.)

 
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Verfasst von - 15. August 2009 in Kaufen

 

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