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Vom Suchen und Finden

17 Aug

Derzeit bin ich aufgrund des nahenden Umzugs immer mal wieder am Rumräumen, Sortieren und Ausmisten. Gestern Abend begann ich mit den Briefen. Hier eine kleine Auswahl Besonderheiten:

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Zwei Zitate von Marc Aurel, der mir zwar nicht persönlich schrieb, aber gewissermaßen durch meine beste Fangirl-Freundin A.. An erster Stelle das Motto meines Briefverkehrs unter Freunden, das ich gern verbreite. (:

Von Alexander, dem Platoniker, habe ich gelernt, niemals ohne Not zu sagen oder zu schreiben: Ich habe keine Zeit, und nie ein solches Mittel zu gebrauchen, um unter Vorwand dringender Geschäfte die Pflichten, die uns die Freundschaft auferlegt, zurückzuweisen. [Des Kaisers Marcus Aurelius Antonius Selbstbetrachtungen, Erstes Buch, 12.]

Erinnere dich, seit wie lange du die Ausführung verschiebst und wie oft dir die Götter günstige Gelegenheiten gegeben haben, die du unbenutzt gelassen. Du solltest es noch einmal empfinden, von welcher Welt du ein Teil bist und von welchem Herrn der Welt dein Dasein seinen Ursprung hat, dass die Zeit für dich schon abgegrenzt ist; und wenn du sie nicht auf die Seelenheiterkeit verwendest, so schwindet sie dahin, und du schwindest selbst dahin, und sie kehrt nie zurück. [ebenfalls aus den Selbstbetrachtungen, Zweites Buch, 4.]

(Passenderweise lese ich gerade ein Buch über Prokrastination, von einem der bekanntesten Blogger (Sascha Lobo) und der Geschäftsführerin der Zentralen Intelligenz Agentur für freie Kreative (Kathrin Passig).

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M. – eine Wiener Freundin, mit der ich leider länger keinen Kontakt hatte – schrieb mir von einer Collage, die ich ihr vor ein paar Jahren schickte. Ich wusste noch, dass darin ein süßes Kätzchen vorkam, aber nicht mehr, dass es hieß wie mein jetziger Freund. (:

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Auch Sprachunterricht kommt hin und wieder in meinen Briefkonversationen vor. In Singhalesisch, beispielsweise. Die liebe D. verriet mir in einem ihrer letzten Briefe: ‚Ich liebe dich‘ bedeutet ‚Mame oyate aderai‘. (Oder auch මම ඔඣට ආදඍධ/ so ähnlich.)

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Und man mag es kaum glauben – manchmal entdeckt man in alten Briefen auch reichlich Ungewöhnliches. Wie zum Beispiel in einem Brief von C., aus dem mein seit einem Jahr verschollener Impfpass auftauchte…

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[dazu gehört: Kate Nash – Mariella]

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Ein Kommentar

Verfasst von - 17. August 2010 in Andere Blogs, Blog, Musik

 

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Eine Antwort zu “Vom Suchen und Finden

  1. Wanda

    17. August 2010 at 21:21

    Hm, es kann manchmal echt Spass machen, in alten Erinnerungen zu stöbern…

     

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