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Archiv der Kategorie: Kreatives

Kinder, idealistisch

Irgendwann beschließt man, einem kleinen Wicht das Fahrradfahren beizubringen. Man kauft ein hübsches, sicheres Rad mit Stützrädern und einen kleinen Fahrradhelm dazu, und eines Tages, wenn alle Vorkehrungen getroffen sind und der richtige Moment kommt, lässt man den kleinen Menschen das Rad erklettern, dabei selbst vorsichtig die Hände nach ihm ausgestreckt, falls er von der Pedale rutscht. Man erklärt ihm, wo man sich festzuhalten hat und wie das Ganze funktionieren soll, dann lässt man den Zwerg selbst herumprobieren, und auf den Stützrädern fährt er seine ersten kurzen Strecken, versucht sich darin, immer schneller zu fahren und enge Kurven zu nehmen. Der kleine Mensch erkundet in seinem Tempo das Fahrzeug und die Umgebung, verschiedene Routen und diverse Manöver.

Bis, ja, bis man den Eindruck hat oder von ihm darauf angesprochen wird, man könne es ja mal ohne Stützräder probieren. Wieder steigt die Spannung, man gibt nochmals ein paar wichtige Tipps zum Gleichgewichthalten und zum Lenken, dass da vorn an der Bordsteinkante besser aufgepasst werden sollte, auch wenn man mit den Stützrädern schon ein paar Male darübergesaust ist und vielleicht schon ein Gespür dafür entwickelt wurde. Das Menschlein macht sich bereit, wirft einem noch den vorerst letzten Blick über die Schulter zu – findet sich etwa Ungeduld darin? Man umklammert den Rahmen, den Gepäckträger oder den Sitz von unten, das Kommando wird gegeben! Anfahrt, Schwung holen, ordentlich in die Pedale treten, man läuft nebenher, gemütlich, dann immer schneller und schneller, der Wicht mit dem Fahrradhelm lässt die Zungenspitze seitlich zwischen den Lippen hindurchlugen und strampelt, strampelt, man testet kurz an, ob es auch ohne einen selbst gehen wird, und siehe da, es sieht ganz gut aus, trotzdem wird der Griff noch einmal verstärkt, man sammelt noch ein wenig mehr Schwung, steckt noch etwas mehr Kraft in die Fahrt, schiebt das Rad ordentlich an – und lässt los…

 
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Geschrieben von - 14. Mai 2012 in Kreatives

 

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Willkommen in illustrer Runde!

Ich habe nach Kunstausstellungsbesuchen oft den Drang, mal wieder selbst etwas Zeichnerisches oder Malerisches zu Papier zu bringen. Das mag angesichts hochkarätigen Werken seltsam klingen, da man sich da möglicherweise eher niedergeschmettert vom eigenen Nichtvermögen fühlt, aber obwohl dieser Gedankengang auch durchaus zu mir passt, haben solche Besuche bei mir eher inspirierende Wirkung; vielleicht rufen sie mir auch einfach nur unterbewusst ins Gedächtnis, dass ich da ja auch ein paar Gelegenheiten ergreifen könnte.

Und so griff ich gestern Abend – nachdem ich Freitag mit einem netten Mitstudenten bei den nur noch eine Woche dort verweilenden Impressionisten in der Albertina vorbeigeschaut habe – wieder einmal zu Bleistift, Aquarellkasten und Pinseln. Mir war der Gedanke gekommen, meine bereits hier veröffentlichte Fanfiction zu illustrieren. Das nicht zufriedenstellende, aber um mal ein bisschen geübt zu haben annehmbare Ergebnis könnt ihr hier, auf der neu erstellten Seite (auch oben rechts auf der Seite auffindbar), betrachten. :]

 
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Geschrieben von - 6. Mai 2012 in Foto, Kreatives, Kultur, Lesen, Wien

 

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May the odds be ever in your favour.

Ich hatte grad ‘nen Anfall, und alle, die bereits ‘The Hunger Games’/ ‘Die Tribute von Panem’ gelesen oder gesehen haben, dürfen sich darüber amüsieren. Der Rest noch mehr, weil kein Kontext zu dem hier. ;)

Die Lichtverhältnisse verfälschen das Ganze natürlich in beiden Fällen, es sah/ sieht ziemlich cool aus, aber man kann sich ja einen Hybriden vorstellen. :D Aus welchem Distrikt die Gute kommen soll, kann man sich denken, und nachdem sie dort mit Schminke etwas anders umgehen, dachte ich mir, wieso packe ich nicht auch eine Menge Lidschatten unter die Augen? Die engen Lippen sind aus dem Film bekannt, und ich glaube, auf die Schleifenidee kam ich auch darüber. (Angefangen hat’s ja damit, dass ich den Heidi-Zopf ausprobieren wollte. Allerdings habe ich zu niedrig angefangen, oder meine Haare sind noch zu kurz. O.o)

Musik: Radiohead – All I need | Nine Inch Nails – Closer

 
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Geschrieben von - 28. April 2012 in Foto, Kreatives, Lesen, Musik, Spielereien

 

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Freitagsfüller 13. April 2012

Von hier. Fettgedruckt sind meine Ergänzungen.

1. Wenn man es mal überdenkt, schenken kreative Menschen dem Internet einen Haufen Kram… schon allein Rechte an Bildern. Erkenntnis des Tages.

2. Ich habe einen guten Freund, von dem ich weiß, seine Lieblingsfarbe ist grün.

3.  Geschwindigkeit der Verkehrsmittel ist bei Fernbeziehungen von Vorteil – entweder, man weiß rechtzeitig bescheid, wann man wohin will, oder man stellt sich bei ähnlich niedrigem Preis auf langes, langes Fahren ein.

4. Gerade bekam ich aus Wien eine SMS. (!)

5.  Ein Kurzurlaub bei meinem Freund für Mitte Mai wird just in diesem Moment geplant – danach kommt sowieso der lange Urlaub.

6. Knödel und Hühnchen hatte ich gestern zum Abendessen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die letzten Stunden mit meinem Freund, morgen habe ich eine achtstündige Zugfahrt – idealerweise mit dem Studium der Hominidenevolution - geplant und Sonntag möchte ich … öh … ein Tattoo sehen!

 
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Geschrieben von - 13. April 2012 in Alltag, Kreatives, Studium, Wien

 

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Frühling, Teil 6 – Ende

Ich war nach der letzten Schulstunde mit Regulus am See spazieren gegangen, und wir hatten uns vor dem Abendessen noch kurz gemütlich in der Dämmerung ans Ufer setzen wollen. Der Maiwind wurde mit der schwindenden Sonnenwärme frischer, und höchst gentlemanlike legte mir Regulus deshalb seinen Umhang um, wobei er seine Hände noch einige Sekunden länger als unbedingt nötig auf meinen Schultern ruhen ließ.

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Geschrieben von - 9. April 2012 in Kreatives, Lesen

 

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Frühling, Teil 5

Quentin und ich hatten uns wie so oft mittwochabends in die Bibliothek gesetzt, um neben- und miteinander zu lernen. Er studierte einen Wälzer, mithilfe dessen er seinen Aufsatz für Verteidigung gegen die dunklen Künste schrieb, und ich bereitete mich auf die nächsten Wochen Kräuterkunde vor, indem ich in einem allgemeinen Werk etwas über die Pflanzen las, die für das Jahr noch auf dem Lehrplan standen. »Hmm, müssen wir dann selbst mit fangzähnigen Geranien arbeiten?«, wollte ich zwischendurch von Quentin wissen und blickte von meiner Lektüre auf.

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Geschrieben von - 7. April 2012 in Kreatives, Lesen

 

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Frühling, Teil 4

Für die folgende Zeit hatte unser Quidditchkapitän uns eine Verschnaufpause in Sachen Training verschafft, unter anderem auch, weil ihn die Gryffindor- und Hufflepuffspieler, die als nächstes gegeneinander spielen würden, um die Ravenclaw zugeteilten Übungsstunden anbettelten. Somit verbrachte ich wieder mehr Zeit – man ahnt es schon – neben Quentin und hinter Sirius in einem frisch gefrühjahrsputzten Klassenzimmer. Mein Hauskumpane überredete mich jedoch auch zu ein paar Spaßtrainings, bei denen wir uns gegenseitig mit Quaffeln und Klatschern ärgerten.

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Geschrieben von - 5. April 2012 in Kreatives, Lesen

 

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Frühling, Teil 3

Ein paar eher unspektakulär vergangene Wochen später machten Quentin und ich uns auf den Weg zum Quidditchtraining. Die Wiesen waren längst nicht mehr so matschig wie bei den letzten Einheiten, und ich hegte die Hoffnung, später nicht gleich schlammtriefend in die Mannschaftsduschen rennen zu müssen, sondern einigermaßen trocken zurück ins Schloss gehen und mich in meinem Schlafsaalbad sauberwaschen zu können. Bei den Kerlen wusste man nie, ob sie nicht doch um die Abtrennung herumlugten, um einen zu bespannen, weshalb Marjorie und ich lieber auf die schamhafte Variante zurückgriffen, während es Rose so ziemlich egal war. Das traute man ihr als hübschem Küken der Mannschaft eigentlich gar nicht zu, aber entweder war sie noch zu jung und unschuldig für solche Gedanken oder – weitaus wahrscheinlicher – sie betrachtete die Teamkollegen eher als große Brüder, denen gegenüber sie kein besonderes Schamgefühl hatte. Immerhin bestand der Großteil ihrer engeren Familie aus älteren Geschwistern.

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Geschrieben von - 3. April 2012 in Kreatives, Lesen

 

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Frühling, Teil 2

Eines Nachts verließ ich den Astronomieturm nach dem bis ein Uhr dauernden Unterricht weit hinter meinen Mitschülern zurückbleibend und wurde beim Heruntersteigen des Treppchens ins Schlossinnere von der plötzlichen Leere der Korridore überrascht. Durchaus positiv, denn die dunkle Ruhe fühlte sich überraschend friedlich und einladend an. Schon auf der Plattform des Turms war es – verglichen mit den Wetterzuständen und Temperaturen der letzten Tage – angenehm und warm gewesen, der Vollmond und die Sterne hatten sich hell herausgeputzt und waren durch das Teleskop deutlich erkennbar. Spontan schlich ich mich um eine Ecke, bevor Professor Galatus ebenfalls herunterkommen und mich entdecken konnte (er hatte den Kopf sowieso viel lieber in den Sternen), und folgte Gängen und Treppen, die definitiv nicht zu meinem Hausturm, sondern ganz im Gegenteil nach unten und hinaus auf die Ländereien führten. Ich bin nicht der Typ, der gern Regeln bricht, aber auch nicht unbedingt ein Angsthäschen, das bei der kleinsten Grenzüberschreitung entsetzt ‘Das darf man nicht!’ ruft, und meine nächste Unterrichtsstunde fand ohnehin erst am späten Vormittag statt, also achtete ich einfach beim Herumspazieren darauf, von niemandem gesehen zu werden, und genoss die Stille im Schloss und kurz darauf auch im Freien.

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Geschrieben von - 1. April 2012 in Kreatives, Lesen

 

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Frühling, Teil 1

Erster Vorgeschmack aus meiner Fanfiction.

Zu Beginn dieses Frühlings war ich – wie fast jede Schülerin auf Hogwarts – verliebt in Sirius Black. Man munkelte, sogar die eine oder andere Lehrerin hätte ein Auge auf ihn geworfen, würde dies aber mit Strenge überspielen, im Hinblick auf sein Verhalten während des Unterrichts und die mangelnde Disziplin bei den Hausaufgaben. Das machte mir nichts aus; ich schrieb zwar gute Noten, war aber zu paukfaul, um mein Potential auszuschöpfen. Ähnlich sah ich dies bei Sirius, der zwei Stufen über mir war, aber dennoch bekannt wie ein bunter Hund. Ich hielt ihn wegen dieses Phlegmas für hochintelligent. Das mag nicht ganz der Wahrheit entsprochen haben, aber bekanntermaßen gehören Idealisierungen zum Schwärmen dazu.

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Geschrieben von - 30. März 2012 in Kreatives, Lesen

 

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