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Archiv der Kategorie: Blog

Fanfiction-Fieber

Damit ich nicht den ganzen Abend lang sinnlose Musikvideos von The Midnight Beast, die ich gruseligerweise cool finde, obwohl sie nur in einem Video harrypotterbezogen sind und seltsame Musik machen, höre, werde ich nun ein bisschen die Werbetrommel rühren. Für einen guten Freund und mich.

Ersterer schreibt schon seit Jahren an seiner ersten und vielleicht auch einzigen Fanfiction – also einer Geschichte, die sich auf das Werk einer anderen Person, in diesem Fall auf die Harry-Potter-Reihe von Joanne K. Rowling, bezieht. In seinem Fall geht es allerdings großteils um Originalcharaktere aus seiner eigenen Feder, er schreibt also nicht aus der Standardsicht des Harry-Hermine-Ron-Trios. Die Handlung – abgesehen vom Prolog – beginnt kurz vor Harrys viertem Hogwartsjahr, das Trimagische Turnier steht also bevor; Drake, der Hauptcharakter, besucht mit seinen drei Slytherinfreunden das siebte Schuljahr und wird bald schon Mitglied des Ordens des Phönix sein.

Eine kleine Inhaltsangabe zu The Trial (Teil 1: Awakening) vom Autor selbst: Eigentlich verspricht das Abschlussjahr des introvertierten Drake Valentine auf Hogwarts ein ganz gewöhnliches zu werden – abgesehen von zwei Dingen: Erstens scheint er auf dem besten Weg, sich zu verlieben, was ihm überhaupt nicht Recht ist und einigen Unmut auslöst, zum anderen geschehen im Hintergrund Dinge, die die Fassade der ereignislosen letzten Jahre endgültig brüchig werden lassen. Die unscheinbaren, kleinen Vorzeichen schüren – von den wenigsten wirklich wahrgenommen – eine leise, aber immer größer werdende, bedrohliche Ahnung, die die kaum gehaltvollen Gerüchte der vergangengen Zeit plötzlich wieder präsent werden lässt.
Ein Szenario scheint immer wahrscheinlicher, und Drake versucht krampfhaft, die Augen davor zu verschließen – bleibt die Frage, wie lange ihm das noch gelingt …

Als Betaleserin bin ich inhaltlich schon ein bisschen weiter als bei den ersten beiden veröffentlichten Kapiteln, und ich kann sagen, dass mich sowohl Stil als auch Inhalt bereits gefangen genommen haben. Dušan bzw. Dante hat eine sehr schöne Art, Szenerien zu beschreiben, seine Worte sind überlegt gewählt und die Konstruktionen längst nicht auf dem simplen Niveau, das man bei vielen anderen Fanfictions findet. Desweiteren bin ich schon ein Fan der Hauptcharaktere, die zwar ganz anders als die meisten aus den Büchern sind, aber vielleicht auch gerade dadurch bestechen. Sie haben alle ihre Stärken und Schwächen, und wenn man hinter die Fassade blickt (was auf den ersten paar Seiten vielleicht noch nicht so einfach ist, aber das Werk ist ja auch keine Eintagsfliege), lernt man junge Erwachsene kennen, mit denen man vielleicht auch ganz gern seine Freizeit auf Hogwarts verbringen würde. *hüstelgrins*

Mädchen kommen übrigens auch vor:

Wer jetzt schon auf den Geschmack gekommen ist, der findet unter diesem Link noch mehr Informationen zur Story sowie den Prolog (The Provision) und das erste Kapitel (Prelude to Tragedy). So, wie es jetzt aussieht, soll es alle zwei Wochen ein neues Kapitel geben, das auch Ende dieser Woche anstünde. (:

Und auch ich selbst habe vor einer Weile eine erste Fanfiction begonnen und fertiggestellt. :] Sie spielt allerdings ein paar Jahrzehnte früher, als Sirius Black und die Rumtreiber noch zur Schule gehen. Mein Hauptcharakter mit Namen Maya hegt eine besondere Vorliebe für diesen Gryffindor, die besonders ihrem besten Freund Quentin ein wenig auf die Nerven geht. Deshalb teilt sie mit ihm auch nicht das merkwürdige Ereignis, bei dem sie das erste Mal ein paar Worte mit ihrem Schwarm wechselt… Doch wird sich dadurch etwas für die quidditchspielende Ravenclaw ändern? Und was hat Sirius’ Bruder Regulus mit der Sache zu tun? Wer diese Fragen zu rhetorischen machen will, wird sich an meine als einzeln für sich stehende Geschichte (zehn Seiten in Word) wagen müssen. (; Coming soon: ab meinem Geburtstag ist der erste Teil auf diesem Blog online. Der Rest folgt in zweitägigem Abstand und versüßt euch vielleicht die Zeit bis Ostern, falls ihr das feiert oder Ferien habt.

 
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Geschrieben von - 27. März 2012 in Blog, Musik, Kreatives, Lesen

 

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Kurze Zwischenfrage

- da es mir verdächtig vorkommt, dass mit einem Male im Vergleich zu davor kaum mehr Kommentare verfasst werden, wüsste ich gern, ob das an den Themen liegt oder an persönlichen Gründen eurerseits (keine Zeit, keine Muße zum Kommentieren und ähnliches), ob die Leser sich in alle Winde verstreut haben oder tatsächlich noch reinschauen, aber nur keine Fußspuren hinterlassen. :3 Wollt ihr mir da kurz Rückmeldung geben?

 
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Geschrieben von - 26. März 2012 in Blog

 

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Rock, Paper, Scissors – which one is, it’s your decision

If you really want you can change like the weather
No matter what you do it’ll keep getting better
You can be the sun and the moon and the stars
Or the bass or the drums or the lead guitar

Sie sind – schon ein Weilchen, zugegeben – wieder da, mit einem neuen Album: Katzenjammer, rawr! Ich hab’s mir endlich bestellt, und gestern ist’s zusammen mit Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele angekommen. Während mich das Buch optisch ein wenig enttäuscht hat, weil es gewisse Ähnlichkeiten zu einem Mängelexemplar aufwies, höre ich mir nun die CD – A Kiss before you go – an.

Auf die Band selbst bin ich vor gut zwei Jahren gestoßen, durch den Tipp eines Users in einem heute nicht mehr existenten Forum (ich sag nur “Mais” und “Verdruss” – war, abgesehen von meinem Freund, das Beste, was ich daraus mitgenommen hab). Ein Weilchen darauf war ich auch gleich (mit meinem Freund ^_^) auf einem Konzert. Und ich liebe den Stil, musikalisch wie optisch. Solveig hat in Nürnberg die geilsten Stiefel überhaupt getragen! Und damit wären wir auch schon bei den Bandmitgliedern.

Die vier norwegischen Mädels bieten eine breite Variation an Musikinstrumenten an, die sie laufend untereinander tauschen. Ich quote einfach mal aus Wikipedia: “Zu den verwendeten Instrumenten gehören Bass-Balalaika, Akustik- und E-Gitarre, Akkordeon, Mandoline, Klavier, Schlagzeug, Geige, Mundharmonika, Banjo, Trompete, Ukulele, Glockenspiel, Kazoo und auch improvisierte Instrumente wie Blecheimer.” Und sie sind so niedlich wie rockig, so verspielt wie tragend-ernst. Facettenreich wie ein Kaleidoskop*, gekauft auf einem Flohmarkt in einer russischen Kleinstadt, bei einem kleinen Weihnachtsmarkt oder auf dem Montmartre.

Relativ bekannt ist die Single-Auskopplung ‘I will dance (when I walk away)’ geworden, außerdem findet sich eine scharfe Coverversion von ‘Land of Confusion’ auf dem aktuellen Album, welches optisch tiefseehaft gestaltet ist. (Schon wieder ein Anstoß für meine Unterwasser-Fotoaktion, hehe.)

Hier verlinke ich mal ein nettes Fanvideo zu einem meiner Lieblingssongs (noch vom alten Album Le Pop), vielleicht kann man das ja in Deutschland sehen?

Und, was seid ihr – Schere, Stein oder Papier? (Wurde heute passenderweise im medienwissenschaftlichen Proseminar vorgeschlagen, weil man sich bei der Referatverteilung nicht einigen konnte, haben die Mädels aber leider nicht gemacht.)

 
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Geschrieben von - 21. März 2012 in Blog, Musik, Kaufen, Lesen, Kultur

 

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Zombie Prostitute

Voltaire – Zombie Prostitute

edit: Ich hab offensichtlicherweise ein neues Hintergrundbild. Selbstgeschnörkelt ist eben nicht halb so gut wie abfotografiert. Und die Farbänderung kam, weil ich zum Testen mal einfärbte und gleich die erste Farbe, die mir Gimp vorschlug, ziemlich cool aussah. Irgendwie sieht das ‘seriöser’ aus. O.o Und dank der hilfreichen Hilfe meines Freundes wiederholt es sich sogar nicht so lästig. XD

 
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Geschrieben von - 23. Januar 2012 in Alltag, Blog, Foto, Kreatives, Musik, Spielereien

 

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Schwarzrotgoldgelb

- und zwar in den Paarungen schwarz/gelb und rot/gold. Hier folgen Bilder von meinen Gryffindor- und Hufflepuff-Nägeln. (;

Hier hab ich mein Grundkonzept leicht verändert, weil ich es hübscher fand, die ‘Goldflocken’ nicht auf den nackten, gewissermaßen hautfarbenen Nagel aufzutragen, sondern auf den roten Hintergrund. Und weil auf dem teilweise-Gold das Wappentier schlecht erkennbar gewesen wäre, kam ein weißer Hintergrund hinzu.

Mit etwas Fantasie kann man hier einen nach links gerichteten Löwen erkennen. O.o Leicht verschliert vom Klarlacküberzug, weil Kugelschreiber auf Nagellack nun mal ziemlich schlecht trocknet. Da fällt mir ein – eigentlich wollte ich ja einen roten Kugelschreiber benutzen… -_-

Und hier haben wir einen… ehehe… “Dachs”. Sieht mir eher aus wie ein verkrüppelter Tanzbär oder eine Oma mit Krückstock zu Fasching (wegen der Haarreiföhrchen auf dem Kopf). Naja, der Wille ist zu erkennen, oder?

Hat Deutschland derzeit eigentlich eine Hufflepuff-Regierung?

 
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Geschrieben von - 10. November 2011 in Blog, Foto, Kreatives, Spielereien

 

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Flotter Dreier

Nachdem ich schon länger nichts mehr über gelesene Bücher schrieb, nun drei auf einen Streich.

Ob Shakespeare das gefallen würde? – “Julia” von Anne Fortier.

Aus einem bereits veröffentlichten Blogartikel: Es geht um eine Amerikanerin in den Mittzwanzigern (Julia), die von ihrer Großtante und Adoptivmutter (die leibliche ist mit dem Vater in jungen Jahren bei einem Autounfall in Italien ums Leben gekommen) nach deren Tod zunächst scheinbar nichts von Wert erbt. Ein schwerer Schlag, denn ihre gleichaltrige Schwester Janice, schon immer bei den Mitschülern beliebter – jedoch wesentlich arroganter und unsympathischer -, darf ab jetzt die ganze Villa ihr Eigen nennen. Was Julia von der Tante bleibt: Ein geheimer Brief und ein Schlüssel zu einem italienischen Bankfach. Sie erfährt, dass ihr eigentlicher Name Giulietta Tolomei lautet – und später, bei ihrer Ankunft in Siena, wo sie nach dem Bankfach fragen will, stößt sie noch auf einige andere Absonderlichkeiten, die mit Shakespeares berühmtestem Drama und ihr selbst zu tun haben.

Daran und an dem Erzählstil der Autorin liegt es vermutlich, dass ich es die ersten drei Kapitel (die jeweils mit einem Romeo-und-Julia-Zitat beginnen) über sehr gerne gelesen habe, obwohl ich eine (zugegebenermaßen eher irrationale) Abneigung gegenüber den USA und Italien habe. Manche Male musste ich auch schon schmunzeln über eine typisch amerikanische Naivität, die in der Hauptprotagonistin anklingt, die aber auch auf deren Charakter zurückzuführen ist: Julia ist eher der schüchterne, unbeholfene Typ, der sich ihr bisheriges Leben lang hauptsächlich dadurch definierte, das Gegenteil von ihrer erfolgreichen Schönlingsschwester zu sein.

Etwas mehr werde ich dazu schreiben, sobald ich es fertiggelesen habe, schätze ich. Was mich bisher irritierte: Durchgehend synonymisiert sie ‘Shakespeare‘ mit ‘der Barde‘. Ist das in den USA (oder sogar in England) so? O.o Gut, vielleicht war er ein Barde, aber dass man ihn pauschal ‘der Barde’ (ohne Anführungszeichen) nennt? Fand ich sehr seltsam und zumindest in der Übersetzung unpassend.

Ein interessanter, trotz der Dicke kurzweiliger Roman mit verschiedenen interessanten Themenfeldern. Es geht um eine junge, ziellose Frau, ihr Verhältnis zur Familie (besonders zur Schwester) und einem Familienmysterium, das scheinbar schon länger in ihr steckte und auf dessen Grund sie im fernen Siena (wo die historische Julia mit ihrem Romeo gelebt haben soll) geht, und natürlich um mindestens eine Liebe. Stil, Beschreibungen und Charaktere sagten mir sehr zu, und wer sich von geheimnisvollen bis übersinnlichen Wandlungen nicht die Realitätsnähe der Geschichte rauben lässt, sondern eher noch neugieriger wird, kann sicher ebenfalls Gefallen daran finden. Ähnlich zu einer bereits rezensierten “leichten Frauenlektüre” (Nicht schon wieder al dente!) wurde es zum Schluss hin etwas schräg, aber im Gegensatz zum Roman von Gaby Hauptmann bahnte sich das mystisch-Absonderliche bereits über die ganze Story hinweg an, und ich finde es wesentlich, wesentlich passender. Also: trotz mancher Kritikpunkte schöner, amüsant, spannend. Übrigens hat ihn mir meine Mutter mitgebracht, ich habe das Buch allerdings später auch auf einigen Verkaufstischen entdeckt. Ästhetisch: Die Siena-Karte vorn und das Fresko hinten in der Ausgabe.

Unvorstellbar trotz der Beschreibungen – ’1984′ von George Orwell.

Nun, die meisten werden wohl bereits davon gehört oder es selbst gelesen haben. Eine Welt ohne Privatsphäre, mit maximaler Kontrolle über so gut wie jeden Lebensbereich. Ob die Gedanken da noch frei sind? Winston lebt, vor allem aber arbeitet als Teil der einzigen Partei Ozeaniens (das wohl die englischsprachige Welt umfasst,im Gegensatz zu den beiden anderen Großmächten Eurasien und Ostasien, wo es nicht wesentlich anders abzulaufen scheint) – er gehört zur ‘äußeren Partei’ – nicht zu den wenigen Mitgliedern der ‘inneren Partei’, die sich Freiheiten und Genüsse nehmen können, aber auch nicht zur Großzahl der ‘Proles’, die unbeachtet von der mittleren und oberen Schicht in den schlechten Vierteln vor sich hinvegetieren. Sein Leben besteht – wie das seiner mittleren sozialen Klasse – aus einer Mischung aus Beschäftigungstherapie und Erinnerungstilgung an die Zeit vor der Machtübernahme der Partei und an Widersprüche in der bisherigen Geschichte. Führt man plötzlich Krieg gegen Ostasien statt gegen Eurasien, so wird jedes Dokument umgeschrieben und überall proklamiert, man stünde schon immer mit Ostasien im Krieg. Genauso erfordert der ganze Alltag eines Parteimitarbeiters ständiges Zwiedenken, also die Akzeptanz von Widersprüchen, wenn sie von der obersten Instanz, dem großen Bruder, so festgesetzt wird. Winston tut sich damit (und mit der Untersagung von Sexualität) reichlich schwer und findet in Julia (hach, schon die zweite in diesem Artikel, wenn nicht gar die dritte) eine Gefährtin, mit der er beginnt, passiven Widerstand zu pflegen, obwohl klar scheint, dass das auf Dauer ganz und gar nicht gut gehen kann.

In meinem Rollenspielforum gibt es im Offtopicbereich einen Thread, in dem man ein Buch empfehlen soll, von dem man denkt, dass es jeder gelesen haben sollte. Einige entschieden sich dabei für ’1984′, was ich aufgrund der Beschreibung einer grässlichen Dystopie, die bitte niemals eintreten soll, nachvollziehen kann. Großteils lässt sich der Roman auch gut durchlesen. Allerdings hatte ich ein Problem mit dem langen Abschnitt, in dem aus einem ‘Buch im Buch’ zitiert wird. Politische Verhältnisse etc. werden meiner Meinung nach zuvor schon beschrieben, und zwar anschaulich in relativem Zusammenhang zum Hauptprotagonisten Winston, da tat ich mir schwer, das Ganze nochmals in einem Sachtext aufgearbeitet zu lesen. Mal abgesehen davon, dass man nicht das letzte, essentielle Kapitel lesen darf. Desweiteren ist mir der Schluss in irgendeiner Form zu abstrakt, ich habe jedenfalls nicht ganz begriffen, was mir damit gesagt werden sollte. Vielleicht wussten es Orwells Zeitgenossen besser? Vielleicht weiß es einer von euch besser? Ich freue mich über Information. ^^ Den zahlreichen Empfehlungen werde ich mich nicht anschließen, auch wenn es gut sein mag, zu wissen, worum es im Buch geht, und es anschaulicher wird, wenn man die Seiten zu sich nimmt. Bis zur Mitte des Werks etwa.

Ein Buch wie ein Arte-Film – ‘Der Teezauberer’ von Ewald Arenz.

Warum ich das Buch mitgenommen habe? Nun, der Autor ist ehemaliger Geschichtslehrer einer Freundin, die mir bereits seinen Roman ‘Der Duft von Schokolade’ schenkte, das sogar in Wien spielt und das ich sehr gern gelesen habe. (Offenbar ein sehr olfaktorischer Mensch, dieser Herr Arenz.) Abgesehen davon, dass das Cover grandios ist und ich Tee lieber als Kaffee mag, auch wenn ich mich nicht besonders dabei auskenne. Es ist ein ziemlich schlankes Taschenbüchlein und schnell zu lesen.

Haupthandelnder ist diesmal wieder ein Kerl, Jakob, ohne Bezug zu einer Julia, dafür aber zu einer Luise. Aber das ist nur eine Freundin, die ihn in seinem Teeladen besuchen kommt. Wichtiger: Marietta, seine schöne Frau. Doch obwohl er scheinbar zufrieden ist, ist da noch eine weitergehende Sehnsucht, nach der Ferne, nach Exotik und Frauen, von denen er gelesen und immer wieder gelesen hat und denen er dann plötzlich gegenübersteht. Die große, unbedingte Liebe, eine romantische Idealisierung, oder besser die schlichtere, aber dennoch aufrichtige realistische Liebe im Alltag?

Nebenher werden immer wieder kurze Geschichten aus den letzten Jahrhunderten erzählt, grob synchron mit dem derzeitigen Abschnitt der Storyline – von fernöstlichen Herrschern und Teezeremonien und englischen Teewettrennen. Ganz nett zwischendurch, aber sie hätten besser im eigentlichen Plot verankert sein können.

Ich will nicht zu viel vom Inhalt verraten, aber ich erwische irgendwie immer öfter Bücher, die zum Schluss hin echt absurd werden. Zumal man bei diesem hier nicht mal sicher sein kann, was nur in Jakobs Kopf vorgeht und was tatsächlich passiert, das warf mich schon aus dem Konzept. Es war schön und leicht zu lesen, die Sehnsüchte in ihrer Verzwicktheit ganz gut beschrieben, aber irgendwann driftet es wieder ins Paradoxe ab, wie so mancher abgefahrener Film auf Arte. Ich stehe dieser Unbegreiflichkeit immer hilflos gegenüber, bis ich mir Roger Willemsens Worte in Erinnerung rufe: Kultur ist Überforderung. Ein Roman für ästhetisierende Romantiker.

 
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Geschrieben von - 22. Oktober 2011 in Blog, Kultur, Lesen

 

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Tauchgang

Hey, Mädels und Jungs!

Ich lebe noch, aber ich kam aufgrund der Tatsache, dass ich in den letzten beiden Wochen die meisten Univeranstaltungen in diesem Semester zum ersten Mal hatte, mich trotzdem schon irgendwie gestresst fühle und nicht einmal viel zum Lesen komme, weil ich gar schrecklich prokrastiniere und meinem auf einem Seminar seienden Freund hinterherweine, nicht zum Schreiben. Wollte vorher auch eigentlich noch ein paar andere wichtige Sachen erledigt haben, aber immerhin hab ich heute ein paar Mails zustandegekriegt, gebadet, Wäsche gemacht und mir ineffektiv Chemie angeschaut…

Kurz möchte ich auf zwei Fotos vom Rest des Friedhof-der-Namenlosen-Tages aufmerksam machen (falls sie in der Seitenspalte nicht angezeigt werden, findet ihr sie hier, na gut, eins davon packe ich hier noch in den Beitrag). Ich halte sie für gelungen. Das mit dem Bild auf dem Hafengebäude hab ich aus dem fahrenden Auto herausfotografiert, und ich glaube, die Idee zu dem Blumenbild mit Belvedere im Hintergrund hatte ich schon ziemlich lange. (Strikt an die Drittel-Kompositionsregel gehalten.) Oder zumindest die Inspiration zu derartigem, selbst wenn es nur von jemand anderem imitiert ist. Was haben wir schon getan, was vor uns nicht auch schon jemand getan hätte? Was gedacht, was vorher noch nicht gedacht worden wäre?

Ich habe ’1984′ fertiggelesen (kann man machen, ließ sich bis auf den langen Teil des ‘Buchs im Buch’ flüssig lesen, am Schluss stieß ich leider irgendwie an die Grenzen meiner Empathie), einen kürzlich noch kommentierten Blog (von Tébé) leider nicht mehr wiedergefunden und außerdem interessante Professoren. Es hat sich gelohnt, ein Diktiergerät zu kaufen, denn manch eine erzählt ihre Vorlesung und untermalt lediglich mit Overheadfolien oder Dias. :3 Sie sieht aus wie eine Freundin, wenn ich sie mir alt vorstellen müsste, nur mit tieferer Stimme. (Das Diktiergerät ist übrigens auch praktisch, weil ich Marcel Reich-Ranickis Biografie ‘Mein Leben’ lese und gleichzeitig mir und anderen Interessenten (sofern es sie gibt) vorlese aka aufnehme.) Heute wäre ich in ‘Einführung in die Grabungstechnik’ beinahe eingeschlafen, aber das kommt halt vor. Es gibt bisher keinen Vortragenden, der (oder die) mir unsympathisch wäre, auf die meisten trifft das Gegenteil zu. Und es ist schön, sich in kleinerer Gruppe mal eher zu Nachfragen melden zu können (Einführung Sozialanthropologie: “Und wo liegt das Durchschnittsalter der Menopause?”, nachdem auf das der Menarche großzügig eingegangen wurde; wobei mich immer noch ärgert, dass sie meint, es sei normal, die erste Monatsblutung in unserem Kulturkreis bis zum Alter von zwölf Jahren zu haben; hörte von einigen, dass das erst später kam, und fühle mich dann mit 14 1/2 immer so gestört). Oder mit den bereits eifrig ausgedruckten Folien in der ersten Reihe zu sitzen und vom Gilderoy-Lockhart-artig aussehenden Prof (ich glaub, der stottert aber etwas mehr ^^) in einem Nebensatz zu hören, dass “sich da schon jemand vorbildlich die Bilder ausgedruckt” habe. (Glaube ich jedenfalls, vielleicht bildete ich es mir auch ein.) Attention after one year of studying. Das motiviert wieder etwas mehr, nachdem man sich ausgerechnet hat, dass man derzeit einen Notenschnitt (nach ECTS-Gewichtung) von 3,1 hat, weil es bei vielen Prüfungen einfach ums Bestehen ging und das (eigentlich glücklicherweise) eben mit ‘ner 4 hinhaute. Andere, die mehr Anläufe brauchten, haben dafür mindestens eine 3.

Ich gebe gerade überdurchschnittlich viel Geld aus, vielleicht, weil die Fernbeziehung begann (Reisen + Frust) und bald Weihnachten ist, vielleicht, um mein Prater-Orakel zu erfüllen. Hier etwas Schmuck, dort ein paar Fahrkarten, Papier, Ausdrucke, Wäsche und Semesterticket (das ab nächstem Jahr Mai für mich ein gutes Stück billiger wird, juhu!), bald vielleicht auch Klavierstunden und das Tattoo… Nur bei wem und wo? Mal sehen, sag ich!

Und lerne jetzt noch ein bisschen Anatomie.

 
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Geschrieben von - 13. Oktober 2011 in Alltag, Andere Blogs, Biologie, Blog, Foto, Kaufen, Lesen, Studium, Wien

 

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Hogwarts Pride

Die Pottermore-Insider-Blogger haben eine Woche veranstaltet, in der die Mitglieder jedes Hauses über Twitter ihren Stolz über die Zu(sammen)gehörigkeit beposten sollten. Da ich Twitter nicht nutze, hab ich mich auch nicht groß darum gekümmert, aber das Mini-Resümee klingt putzig. :3 Hogwarts FTW!

Ich bin natürlich auch extrem stolz auf mein tolles Ravenclaw, in das ich auch bei Pottermore eingeteilt wurde. Als ich den Willkommenstext las, war ich fast gerührt und fühlte mit jedem Absatz mehr, wie gut ich reinpasse. Natürlich hat auch jeder Aspekte anderer Häuser, und es gibt einige, denen es leider nicht so geht wie mir und die unzufrieden sind mit der Auswahl des Sprechenden Hutes. Einerseits finde ich auch, dass es beim Einteilungstest zu wenige Fragen gibt (ich glaube, es waren sieben an der Zahl?), um eine spezifischere Entscheidung herbeizuführen, und wenn man zufällig weniger auf den Charakter abzielende Fragen aus dem Pool bekommt, ist das natürlich noch beklagenswerter. Andererseits sollte man tatsächlich beachten, dass dabei gewisse Tendenzen zu dem Haus, in das man eingeteilt wurde, festgestellt wurden, und immer die (angeblichen) Vor- und Nachteile der einzelnen Häuser realistisch sehen. Zwei Freunde kamen bereits unerwarteterweise nach Slytherin und sind damit nicht ganz zufrieden, weil sie keine gerissenen Selbstsüchtler sind; wenn man dem Internet lauscht, so hört man von vielen Hufflepuffs, die keine sein wollen, weil das angeblich das Haus der Nichtskönner und Langweiler ist. Genausogut kann man allerdings auch Gryffindor und Ravenclaw je nach Lust und Laune Arroganz, Ignoranz, Übermut, Strebertum, ‘Vergeistigtheit’ oder Unloyalität vorwerfen.

Ich hab sie alle sehr gern. :3 Insgesamt sind sie doch alle Teil meiner Jugend in Hogwarts. :D Und deshalb spiele ich mal die eine, mal die andere (persönlich bin ich wohl in dieser Reihenfolge am ehesten: Ravenclaw, Slytherin, Hufflepuff, Gryffindor – umso seltener, dass mein erster und mir wohl recht ähnlicher Rollenspielcharakter eine Gryffindor wurde), und probiere derzeit Kreatives mit den Wappenfarben und Nagellack aus. :]

Inspiriert hat mich dazu dieses Bild von einem richtig tollen Slytherinkissen, hach, ich mag auch so eins für Ravenclaw. (Warum zum Teufel verstehen die Leute, die seit Jahren davon lesen, nicht, dass Ravenclaw einen ADLER und keinen RABEN als Wappentier hat? Argh!) Da ich ohnehin grünen und weißen Lack da hatte, probierte ich gleich rum. (Ja, ich weiß, Slytherin ist silber-grün, aber wie gesagt, kein silber da, und fürs Kissen war es wohl auch geeigneter.) Die Nägel abwechselnd einfarbig in grün und weiß, den Daumen weiß lackiert und mit grün die Ecken, dann nochmal mit weiß in dieser ‘Wappenform’ drüber, mit Kugelschreiber Schlange und Symbole draufgeritzt (okay, die sind zugegebenermaßen nicht so toll geworden) und durchsichtig erneut drüberlackiert.

Nach meinem Einkaufsgelage hab ich nun auch endlich meine Hausfarben, blau und bronze (bronze ist’s in den Büchern; für die Filme haben sie eigenartigerweise grau genommen). Eigentlich mag ich diese Farben nicht so besonders, weil bronze so ein erdiger Ton ist (da wären mit hufflepuffschwarz oder slytherinsilber lieber) und mir blau nicht so recht steht (ich glaub, davon rücken bei mir Hautrötungen in den Vordergrund; da hätte ich lieber gryffindorrot). Als ich sie dann auf meinen Nägeln hatte, fand ich sie allerdings ganz wunderbar. XD Der Adler ist mir nicht so toll geglückt, dafür find ich Sterne und Mond irgendwie besser als das Dreieckige bei Slytherin (weiß auch nicht so recht, wonach ich das auswählte). Für den Anfang jedenfalls nicht mal so übel.

Ach, und ich hab die Chemieprüfung bestanden. :D Yaaaaay. Die war wichtig. Mal gucken, wie ich mich dieses Semester in chemischen Übungen schlage. XD

 

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Schnörkelliebe

Wie man an meinem Bloghintergrund erkennen kann, hab ich eine Vorliebe für (mehr oder weniger florale) Schnörkelmuster. Als Adrian mich letztens besuchen kam, stellte er auch irgendwann fest, dass sich Derartiges an verschiedenen Gegenständen in meinem Besitz wiederfindet. (Mal abgesehen von meiner Vorliebe für die Farbe Rot.) Möglicherweise werde ich das demnächst besser dokumentieren, aber vorerst gibt’s das mittlerweile einige Wochen alte, aber nicht minder frische Design meines Laptops:

Eine wunderbare und leicht anzubringende Laptopfolie, bestellt via DaWanda(hehe)-Shop deviceoutfit. Angenehmerweise musste ich nicht einmal selbst Maß nehmen, denn mein Laptopmodell befand sich bereits in der Kartei der Ausgemessenen. :3

Gestern war ich auf einem Überraschungsessen anlässlich des Geburtstags meiner Mitbewohnerin/ Übermieterin. ^^ Sehr gelungen, weil sie nichts davon geahnt hat – ich bin fünf Minuten nach ihrem Heimkommen abgezischt mit der Ausrede, heute Abend mit einer (ehemaligen) Mitstudentin wegzugehen… (Ich sah nicht aus, als wollte ich nochmal schnell in den Supermarkt O.o Zugegebenermaßen sah ich sogar ziemlich gut aus, was einer lustigen Klamotten- und Accessoirekombination zu verdanken ist. Nylonstrumpfhose mit buntem Blumenmuster, Jeansminirock, schwarzes Top mit Schnürung vorn, bordeauxviolette Armstulpen, Kette mit Schaukelpferd- und Medaillonanhänger, rote Glöckchenohrringe und ein Haarreif mit schwarzer Blüte (letztere beide von Khaos Kouture) im hochgesteckten Haar. Optional: ein pink gemustertes Schaltuch vom Naschmarkt.)

Das Essen war lecker, wir waren in einem hübschen Burgerrestaurant. XD Meine Soße war zwar nicht so deliziös (Sweet Whiskey trifft nicht meinen Geschmack, durfte ich feststellen), aber die gab’s ohnehin in einem beigestellten Töpfchen, und meine Sitznachbarn teilten bereitwillig. (; Den Heimweg traten wir zu Viert mit Welpen an (ach ja, wir haben nun einen schwarzen Labradorwelpen in der WG) und danach… hab ich natürlich nichts mehr für Chemie gemacht, jaja. Im Augenblick tue ich das auch nicht, wie mir gerade auffällt… Hach ja. Freu’ mich drauf, wenn diese Lernerei erst mal rum ist und ich mit Priska aufs Schokofest, mit Karina ins Ballett und mit anderen angehenden Anthropologen in meine neuen Vorlesungen gehen kann. :3 Außerdem gibt’s Bücher nachzuholen, RPG-Texte zu schreiben und vielleicht noch ein paar Bloggereien zu tätigen…!

 

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Pottermore

Vom 31. Juli bis zum 6. August wird auf Pottermore täglich eine Frage zu den Harry-Potter-Bänden 1 bis 7 gestellt, mit deren Antwort man mit etwas Glück und Timing vorzeitigen Zutritt zum Beta-Pottermore erhält. Dazu wird die Antwort an den Link http://quill.pottermore.com angefügt. Heute, am vierten Tag (also zum Band 4, Harry Potter und der Feuerkelch) war die Frage, wie viele Champions in diesem Jahr am Trimagischen Turnier teilnehmen, und diese Antwort multipliziert mit 28 – also 112.

Damit gelangte ich heute gegen 16 Uhr auf eine Seite von Sony, auf der ein Flashfenster dunkelrot hinterlegt war, auf welchem Federn umherschwebten. Offenbar sollte ich den magic quill (magische Schreibfeder) finden und anklicken, woraufhin ich wieder auf die Pottermore-Seite gelangte und meine Registrierungsdetails (Name, Mailadresse, Land, Alter, welche Bücher/ Filme ich schon gelesen/ gesehen habe ^^) angeben sollte. Zudem konnte ich mir aus fünf vorgeschlagenen Usernamen denjenigen auswählen, der mir am Besten gefiel – es wurde StormScarlet154. (: Nach der Registrierung noch den Aktivierungslink in der E-Mail anklicken, und dann…

Ob ich jetzt wirklich unter den gesegneten Betatestern bin? O.O Wir werden sehen!

 
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Geschrieben von - 3. August 2011 in Alltag, Blog, Lesen, Spielereien

 

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